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Vandalen machen Eigeninitiative zunichte

Holtenau Vandalen machen Eigeninitiative zunichte

Die Freigabe des MFG-5-Geländes ist ein großer Gewinn für die Kieler. Das Areal wird gut besucht, der Blick von dort über die Förde ist einmalig. In Eigeninitiative haben Holtenauer angefangen, das Areal zu verschönern. So stellten Bürger einen gemütlichen Holzstuhl auf dem „Holtenauer Sonnendeck“ auf, der jetzt verschwunden ist.

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Vandalen und Diebe machen Eigeninitiative auf dem MFG-5-Gelände zunichte.

Quelle: hfr

Kiel. Basketballkörbe, die auch die Flüchtlinge genutzt haben, hat das Wachpersonal abgeschraubt, weil sie am Vatertag arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Es ist eine Schweinerei, dass so etwas passiert. Wir begrüßen es, dass in Privatinitiative das Gelände verschönert wird“, sagte Sozialdezernent Gerwin Stöcken.

Gespendet und installiert wurden die Körbe von der Künstlergruppe Sportstudio. „Wir wollen jede Aktion auf dem Gelände unterstützen, die zur Belebung beiträgt, bis eine endgültige Nutzung beschlossen ist“, sagte German Benk, der sich in Eigeninitiative für Holtenau engagiert. Die Stadt hatte die Basketballkörbe geprüft und keine Bedenken gehabt. Doch am Vatertag demolierten Randalierer die Anlage. Die Stadt hat die abmontierten Körbe deponiert. „Zukünftig ist auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft geplant, Fußball- und Basketballflächen einzurichten“, sagte Arne Ivers vom städtischen Presseamt. Trotzdem will Benk umgehend neue Körbe aufhängen und die alten lagern.

Auch ein Holzsessel ist weg. Er stand auf dem „Holtenauer Sonnendeck“ neben der Windhose für die Flugzeuge. Der Stuhl ist ein Kunstobjekt und besteht aus zehn Meter Holzlatten. „Die Kieler waren begeistert. Wir unterstützen den Bau weiterer Stühle, in dem wir den Bauplan zusenden (info@unser-holtenau.de). Wir organisieren auch den Transport auf das Gelände“, sagte Benk. Ein Bausatz kostet etwa 25 Euro. Die Nachfrage sei beachtlich. Täglich riefen Bürger an und bestellten einen Stuhl. Das mache aber keinen Sinn, wenn die Deckchairs gestohlen würden.

Am 30. Mai wollen die Holtenauer beim ersten Holtilde-Festival (Wortspiel aus Holtenau und Roskilde) die Flüchtlinge mit Kunstaktionen begrüßen. „Hierfür haben sich verschiedene Künstler angemeldet, die unentgeltlich ab 17 Uhr auf dem Gelände Aktion machen“, so Benk. Ein gemeinsames Musizieren mit den Flüchtlingen ist geplant. Dazu haben sich Mitglieder des Opernchores angesagt. Es soll auch eine Stuhlbauwerkstatt geben. gsc

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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