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Geldtopf soll Stadtteile fördern

Ideen-Wettbewerb für Kiel Geldtopf soll Stadtteile fördern

Einmütig hat die Kieler Ratsversammlung einen bis zu 300000 Euro umfassenden Fonds auf den Weg gebracht, der helfen soll, die Stadtteile aufzuwerten. Das Besondere: Die Bürger in den jeweiligen Quartieren können über Organisationen eigene Ideen vorbringen, was mit dem Geld gemacht werden könnte.

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Der Schützenpark ist das erste Projekt, dem sich der neue Fonds zur Aufwertung der Stadtteile annehmen wird.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Denn sie seien die Experten vor Ort, hieß es von allen Seiten. Begonnen wird mit dem Schützenpark. „Gemeinsam Kiel gestalten“ heißt das Motto für den Geldtopf, den Wolfgang Schulz (SPD), Martina Baum (Grüne) und Marcel Schmidt (SSW) in ihrem Antrag vorstellten. Noch vor der Sommerpause soll der Wettbewerb um Ideen losgehen. Förderungsfähige Projekte werden in den Ortsbeiräten vorgestellt, die auch eine entsprechende Empfehlung an die Jury abgeben können.

Sieben Mitglieder im Entscheidungsgremium

Das Entscheidungsgremium besteht aus sieben Mitgliedern, vier benennt der Innen- und Umweltausschuss, drei der Sozialausschuss. Die Hoffnung der Antragsteller: Mit ökologischen Aufwertungsmaßnahmen könne sich die Lebensqualität verbessern sowie die Sicherheit und das Verantwortungsbewusstsein erhöht werden. „Zusammenhalt, gute Nachbarschaft und ein gutes Wohnumfeld sind wichtig für die Gesellschaft“, warb Wolfgang Schulz für das Anliegen, bei dem die Bürger gefragt sind. Für Arne Stenger (Grüne) ein großer Schritt hin zu mehr Bürgerbeteiligung und für Sven Seele (SSW) trotz knapper Haushaltsmittel gut angelegtes Geld. In diesem Jahr werden 200000 Euro bereitgestellt.

Die Initiative erfuhr breite Unterstützung auch von CDU und FDP. Nur die Linken enthielten sich, weil sie Transparenz vermissten und vermuteten, dass womöglich die Drogenszene im Schützenpark, der als erstes in diesem und nächsten Jahr mit jeweils 150000 Euro auf der Aufwertungsliste steht, vertrieben werden könnte. Das brachte den SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Friedrich Traulsen auf die Palme, der sich gegen diese „Verschwörungstheorien“ ohne jegliche Grundlage wehrte. Der Fonds sei eine richtig gute Sache, unterstrich er. Der interfraktionelle Antrag ging bei Enthaltung der Linken einmütig durch.

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Ratsversammlung Kiel
Foto: Aus dem Rathaus kam die Freigabe für einen Fonds, der die Finanzierung von Stadtgestaltung ermöglichen soll.

Die Ratsversammlung sagt Ja zu einem Fonds unter dem Motto „Kiel gemeinsam gestalten“: Nach der Sommerpause können Vereine, Initiativen und Ortsbeiräte aus den Quartieren Anträge stellen, um ökologische oder soziale Projekte und Ideen zu finanzieren, die das Zusammenleben besser machen sollen.

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