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In den neuen Bussen ist mehr Platz für Rollstühle

Kieler Verkehrsgesellschaft In den neuen Bussen ist mehr Platz für Rollstühle

Die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) hat im Laufe dieses Jahres ihre Fahrzeugflotte mit insgesamt 25 zusätzlichen Bussen kräftig aufgerüstet. Ende des Jahres verfügt die KVG nach eigenen Angaben über 169 Fahrzeuge – 53 davon erfüllen dann die strenge Abgasnorm Euro sechs.

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Begeistert vom komfortablen Platzangebot der neuen Gelenkbusgeneration zeigten waren die beiden KVG-Mitarbeiter Horst Stender (li.) und Hauke Evers nach einer ersten Probefahrt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Insbesondere Fahrgäste mit Handicaps sollen von den Neuanschaffungen durch mehr Steh- und Stellplätze für Rollatoren oder Rollstühle profitieren.

Nach Unternehmensangaben hat die KVG allein in diesem Jahr bislang 6,1 Millionen Euro in die Erneuerung und Erweiterung des Fuhrparks investiert und damit dessen Durchschnittsalter von unter 6,5 Jahren weiter senken können. Als Grund für die Investitionen nennt der kaufmännische Leiter der KVG, Hauke Evers, die in diesem Jahr erfolgte Ausmusterung von insgesamt 18 Bussen des Baujahres 2003. Zudem musste die Busflotte auch aufgrund der vielen Baustellen aufgestockt werden.

Die acht neuen Normalwagen mit einer Länge von zwölf Metern und 17 Gelenkwagen mit 18,75 Meter Länge wurden vom Hersteller MAN geliefert. Im Dezember erweitert das 26. MAN-Fahrzeug aus der europaweiten Ausschreibung den Fuhrpark der KVG noch einmal. Die lärm- und schadstoffarmen Fahrzeuge tragen alle das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Aus Umweltschutzgründen verfügen die 2016 in den Linienverkehr integrierten neuen Fahrzeuge über keine Klimaanlagen. So lässt sich der Kraftstoffbedarf verringern.

Doch nicht nur die Umwelt, auch Fahrgäste sollen von neuen Fahrzeugen profitieren. So sind diese an den jeweils zweiten Türen mit einem erweiterten Stehraum durch den Wegfall einer Sitzreihe ausgestattet. Dieser sogenannte Perron bietet zwei Stellplätze für Rollstühle, darüber hinaus noch Platz für einen Kinderwagen oder Rollator.

Nach Einführung dieses Innenraumkonzeptes im Jahr 2010 verfügt die KVG jetzt seit den Neuzugängen von 2016 über 22 Normal- und 78 Gelenkfahrzeuge mit der Möglichkeit zur Mitnahme von zwei Rollstühlen plus einem Kinderwagen. Oder bis zu drei Kinderwagen, wenn die Rollstuhlplätze nicht belegt sind. Mindestens zwölf Sitzplätze sind ebenerdig und ohne Stufen oder Podeste zu erreichen.

Da die neuen Gelenkwagen etwa 60 Zentimeter länger sind, verfügen sie nun über sechs Sitzplätze mehr (insgesamt 47). Noch längere Fahrzeuge mit mehr Sitzen könnten aufgrund der gesetzlichen Regelungen nur mit einer Ausnahmegenehmigung eingesetzt werden.

Als Grund für die Umsetzung dieses Innenraumkonzeptes nennt die KVG „Herausforderungen“ des städtischen ÖPNV mit der für die meisten Fahrgäste kurzen Fahrzeit bei wachsendem Kunden-Durchschnittsalter.

Im kommenden Jahr wird die KVG weitere 22 Fahrzeuge geliefert bekommen, darunter erstmals zehn Dieselhybrid-Gelenkfahrzeuge. Der Fuhrpark wird Ende 2017 dann aus 174 Fahrzeugen für den Linienverkehr bestehen.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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