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Viel Arbeit für die beiden Detektive

Inklusive Jugendgruppe Viel Arbeit für die beiden Detektive

Penny und Wonder sind nicht real, sondern Hörspielfiguren – ausgedacht für einen Krimi der besonderen Art. Den nimmt derzeit eine inklusive Gruppe von Jugendlichen im Tonstudio des Jugendbüros Mettenhof auf.

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Michell John Dorow (links, 15) und Abdul Malik Abdoul Hamidou (13) sprechen im Hörspiel die beiden Detektive Penny und Wonder. Den Krimi haben sich die Jugendlichen selbst ausgedacht.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. Es ist eine ungemütliche Nacht im nebligen London: Der Regen prasselt heftig auf das Straßenpflaster, der Wind heult um die Ecken. Es ist eine Nacht, in der viel passieren kann – eine Nacht des Verbrechens. Nur gut, dass Penny und Wonder auf Zack sind. Die beiden Detektive sind im Jahre 1880 in England den Übeltätern auf der Spur. Zumindest akustisch.

Geschichte nimmt unschönen Verlauf

Seit den Sommerferien sind Abdul Malik Abdoul Hamidou (13), Michell John Dorow (15), Fathi Belaili (13), Nikola Mandic (18) und Emma Bergfeld (16) unter der Regie von Diplom-Sozialpädagogin Susanne Wendt, Pädagogik-Studentin Annika Breitkreutz und Erzieher Marvin Thode dabei, sich die rund 30-seitige-Geschichte um Jennifer, ihren untreuen Mann Spencer und ein paar weiteren weiblichen Darstellerinnen auszudenken und aufzunehmen. Die Geschichte nimmt leider einen sehr unschönen Verlauf. Das bedeutet Arbeit für die beiden Londoner Detektive Peter Penny und Frank Wonder, die im Tonstudio von Abdul und Michell gesprochen werden. „Eigentlich wollten wir zuerst Comedy machen, dann eine Geistergeschichte, die in Kiel spielt“, erzählen die beiden. Am Ende war es dann eine demokratische Entscheidung für einen Krimi und für das Jahr 1880 – „weil das cool ist“.

Alle Geräusche selbstgemacht

Und so heißt es jetzt: „Penny und Wonder decken auf“. Doch bevor die beiden Spezialisten den Verbrecher überführen können, mussten die Vorarbeiten erledigt werden. „Wir haben die Geräusche selbstgemacht und dafür Utensilien gesammelt“, erklärt Marvin Thode, der sich seit knapp drei Jahren um das Tonstudio kümmert. „Mit einem Aufnahmegerät haben wir Schritte auf Sand und auf Steinen aufgenommen, Türenquietschen und Tee einschenken, genauso den Regen auf dem Pflaster und andere Geräusche“, erzählen die Jungs. Die Sounds werden später zwischen und unter die Dialoge gemischt. Das wird in den kommenden Wochen Marvin Thodes Aufgabe sein. Doch jetzt müssen sich Jennifer (gesprochen von Emma) und Spencer (Nikola) erst einmal vor dem Mikrofon streiten, muss der Erzähler Fathi seine Textzeilen möglichst lebendig, nicht wie abgelesen, einsprechen und müssen die Detektive wortreich die Spur des Verbrechers aufnehmen. „Das ist schon spannend, wie das am Ende alles zusammen läuft“, freut sich die inklusive Truppe auf das fertige Hörspiel.

Bevor das aber komplett hörbar ist, muss Erzieher Marvin Thode noch rund 30 Stunden Arbeit am Mischpult hineinstecken, auf 14 Spuren gleichzeitig Dialoge, Musik, Geräusche und Atmosphäre zusammenführen. Ende diesen, spätestens Anfang des kommenden Jahres ist Premiere – zunächst einmal nur für die Jugendlichen. Im Februar, so ist der Plan, soll „Penny und Wonder decken auf“ im Radio des Offenen Kanals gespielt werden – wenn sie denn am Ende den Verbrecher finden…

Das Tonstudio des Jugendbüros Mettenhof steht auch anderen offen. Jugendliche (insbesondere aus Mettenhof), aber auch Einrichtungen, die Interesse haben, das Studio zu nutzen, können sich unter Tel. 0431/521965 melden.

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