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So wird das Rad fit für den Frühling

Mit Video So wird das Rad fit für den Frühling

Wer jetzt sein Fahrrad aus dem Keller holt und in den Frühling strampeln will, sollte vor der ersten Ausfahrt ein paar Dinge beachten. Was geprüft werden sollte, erklärt Fahrradmechaniker Alexander Stöhr von dem Geschäft Picocycles an der Kieler Rathausstraße.

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Alexander Stöhr schmiert die Kette mit einem Spray.

Quelle: Günter Schellhase

Kiel. Steht ein Rad längere Zeit herum, lässt meist der Reifendruck nach – also einmal Vorder- und Hinterrad aufpumpen. Zeigt sich dann, dass der Mantel porös oder abgefahren ist, sollte er erneuert werden. „Wichtig ist auch zugucken, ob die Kette verschlissen ist. Dafür gibt einen Messschieber“, sagt der Mechaniker. Sind die Glieder über die Jahre ausgeleiert, muss eine neue Kette her, denn sonst springt sie häufiger ab. Bei Rädern mit Kettenschaltung kommt man nicht umhin, gleich die Kassette, also die Ritzel am Hinterrad, mit auszutauschen.

Ist die Kette noch in Ordnung, sollte man leichtes Öl auf die Glieder träufeln oder sie mit einem Spray einsprühen, damit sie nach der langen Zeit im Schuppen oder Keller wieder geschmeidig über Ritzel und Kettenblätter läuft. Zu viel Schmiermittel ist allerdings nicht gut, denn wer keinen Kettenschutz besitzt, hat schnell eine dreckige Hose.

Die Bremsen sollten auf jeden Fall kontrolliert werden: „Wurden die Beläge nicht exakt montiert, laufen sie unterschiedlich ab. Ab und zu hilft hier ein Nachjustieren an dem Seilzug. Oft müssen sie aber erneut werden, wenn der Belag über den minimalen Grenzwert abgerieben ist“, sagt Stöhr. Geübte Schrauber benötigen dafür nur wenige Minuten. Wer allerdings mit Technik wenig am Hut hat, sollte das einem Profi überlassen – und ist auf der sicheren Seite. Das gilt auch für die Einstellung der Schaltung: "An den Schaltgriffen am Lenker sind die Einstellschrauben. Hierüber wird die Spannung der Züge geregelt", sagt der Mechaniker. Wer sich nicht damit auskennt, sollte lieber die Finger davon lassen, denn sonst funktioniert gar nichts mehr.

Nun sollte nur noch das Licht gehen. Wenn es nicht leuchtet, kann das verschiedene Ursachen haben. Entweder ist das Kabel gerissen, oder es sitzt nicht fest am Dynamo oder Lichtern. „Eher selten ist es, dass eine Birne kaputt geht“, sagte Alexander Stöhr. Inzwischen sind aber Steckleuchten mit Batterien oder Akkus erlaubt, die sich leicht am Rad befestigen lassen. Jetzt wird das Rad nur noch geputzt und der nächsten Ausfahrt steht nichts mehr im Weg.

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Günter Schellhase
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