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Soviel kostet das Eis in Kiel

Interaktive Karte Soviel kostet das Eis in Kiel

Mit dem Sommer kommt auch die Eissaison - und mit den Temperaturen steigen auch die Preise. Wir haben uns in Kiel umgehört: Wie teuer ist eine Kugel - und wie setzt sich der Preis zusammen?

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Mustafa Kuscu verkauft herzhaftes Eis in Kiel.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Nachsalzen in der Eisdiele. Das wird für die meisten erstmal komisch klingt, aber wenn die Sorte Tomate-Mozzarella heißt, ist der Schritt zum Salz auch nicht mehr weit. „Sie glauben gar nicht, wie gut das ankommt“, sagt Mustafa Kuscu. Der 38-Jährige betreibt seit zwei Jahren die Eisdiele „Pino’s“ am Exerzierplatz.

Übersicht - wo kostet die Kugel wieviel?

Doch egal, ob süß, sauer oder salzig, eines bleibt immer gleich: Mit den warmen Temperaturen kündigt sich  auch die Eissaison an. Jedes Jahr versuchen sich die Eisdielen im Angebot – und Preis – zu übertrumpfen. Vor 15 Jahren, also zur Euroeinführung, hat eine Kugel noch 60 bis 70 Cent gekostet, heute zahlt man für eine Kugel in Kiel zwischen einem Euro und 1,30 Euro. Um bis zu 50 Prozent ist der Preis pro Kugel Eis gestiegen.

Volumen vs. Gewicht

Der Preisunterschied zwischen Industrie- und handgemachtem Eis hängt vor allem mit der Herstellung zusammen, während die Industrie vor allem nach Volumen verkauft und beim Luftanteil mit Stickstoff nachhilft, zählt im Eisladen um die Ecke das Gewicht der Kugel. Hier orientiert man sich bei lediglich 20 bis 30 Prozent Luftanteil.

„Das Eis-Café fing mit der Euroumstellung vor 15 Jahren bei 50 Cent pro Kugel an. Inzwischen liegt er bei 90 Cent pro Kugel. Hauptursache für den Preisanstieg sind auch hier vor allem Rohstoffkosten.“, erklärt Claus Petersen von Eis-Café Petersen in der Hamburger Chaussee. Den Laden gibt es schon seit 52 Jahren in Kiel.

Umfrage zum Eis-Preis

Gravierend seien laut Petersen die Ladenmieten, die je nach Verkaufsfläche und Lage sehr unterschiedlich ausfallen können. Betreiber in Einkaufsstraßen etwa würden höhere Mieten zahlen, griffen aber dafür auch mehr Kundschaft ab und können sich höhere Preise leisten. Auch die Rohstoffe sind teurer geworden: Vor gut fünf Jahren kostete das Kilo Haselnuss noch 14 Euro. Heute sind es rund 25 Euro. Das wirkt sich auf den Gesamtpreis aus.

Von Frida Kammerer und Alev Dogan

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