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Israelisches U-Boot auf Heimatkurs

ThyssenKrupp Marine Systems Israelisches U-Boot auf Heimatkurs

Das israelische U-Boot "Rahav" ist zu seiner Reise nach Haifa aufgebrochen. Das Boot verließ kurz vor 9 Uhr den Liegeplatz bei der Werft ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel. Begleitet von einem Schlepper und eine Polizeiboot schleuste das neue U-Boot anschließend in den Nord-Ostsee-Kanal ein.

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Das israelische U-Boot "Rahav" fährt durch den Nord-Ostsee-Kanal.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal wird von Kräften der Landes- und Bundespolizei abgesichert. Polizeiboote eskortieren die "Rahav" bis in die Elbmündung. Die 68 Meter lange "Rahav" wird für ihre Überführungsfahrt etwa drei Wochen unterwegs sein.

Die Abfahrt der "Rahav" erfolgte wenige Tage nach einem historischen Datum. Am 2. Dezember 1975 lief das erste nach deutschen Plänen gebaute U-Boot für die israelische Marine vom Stapel. Vor 40 Jahren wurden die drei Boote des Typs HDW 206 nach deutschen Plänen bei Vickers in Großbritannien gebaut. Der Bau der nächsten Generation von Booten der "Dolphin"-Klasse erfolgte ab Mitte der 90er Jahre in Kiel und Emden. An der Finanzierung der Boote ist die Bundesregierung zu einem Drittel beteiligt. 

Die "Rahav" ist das zweite von drei U-Booten der neuen "Dolphin AIP"-Klasse. Diese Boote verfügen über einen außenluftunabhängigen Antrieb aus Brennstoffzellen. Das Boot soll eine Verdrängung von 2400 Tonnen haben und wird von einer 35-köpfigen Crew gefahren.

Die Bewaffnung der Klasse wird derzeit in der Fertigungshalle montiert und soll nächstes Jahr zu Wasser kommen. Im neuen Heimathafen Haifa wurde für die Boote eine spezielle Pier gebaut, damit die Versorgung mit Wasserstoff für den Brennstoffzellenantrieb sichergestellt ist.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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