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Alles für die Sicherheit des Gastes

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin Alles für die Sicherheit des Gastes

Der Besuch des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin am 13. Mai in Kiel wirft seine Schatten voraus. Um die Sicherheit des 75-Jährigen vor Anschlägen zu gewährleisten, arbeitet die Führung der Landespolizei an einem umfangreichen Schutzkonzept.

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Alle Boote aus den Becken drei und vier des alten Olympiahafens vor dem Kieler Yacht Club müssen zum Besuch des israelischen Staatspräsidenten verschwinden.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die Kieler müssen in der Innenstadt mit großen Einschränkungen rechnen, da auch ein Besuch der Universität mit einem Treffen von Studenten auf dem Programm steht. Etwa 190 Skipper sollen ihre Jachten und Sportboote aus zwei Sporthäfen verholen und für zwei Tage an anderer Stelle festmachen. Rivlin will die Werft TKMS besuchen, auf der U-Boote für Israel gebaut werden. Die benachbarte German Naval Yards bewirbt sich derzeit für den Bau von vier Korvetten für die Israelis.

 Die israelischen Sicherheitsbehörden diktieren der Landespolizei Maßnahmen zum Schutz des Staatschefs. Die Wasserschutzpolizei ist daraufhin an den Sporthafen herangetreten und hat um Kooperation gebeten. Demnach müssen etwa 190 Jachten und Sportboote aus den Becken drei und vier des alten Olympiahafens und aus dem Sporthafen Blücherbrücke ab dem frühen Dienstag, 12. Mai, bis Mittwochabend, 13. Mai, von ihren Liegeplätzen verschwinden. Der Sporthafen hat die Auflage erhalten, nicht geräumte Boote zwangsweise zu entfernen. Hintergrund: Beide Sporthäfen liegen in unmittelbarer Nähe zu zwei Aufenthaltsorten von Rivlin. Seine Sicherheitskräfte wollen Bombenanschläge ausschließen und haben nach einer Begehung mit der Wasserschutzpolizei die Räumung der Häfen verlangt.

 „Wir wissen noch nicht, wo wir Ausweichplätze anbieten können und planen gerade“, sagte Sporthafen-Geschäftsführer Philipp Mühlenhardt. Er hofft, dass zu der Zeit schon zahlreiche Skipper zu ihrem Himmelfahrtstörn aufgebrochen sind, so dass die Boote in den anderen Kieler Häfen unterkommen. „Eine Idee ist auch, dass die Jachten an der Tirpitzmole im Marinestützpunkt festmachen können. Da sind wir in Gesprächen“, sagte er. Das Problem an dieser Lösung bestehe darin, dass der Zugang zu der Marineliegenschaft begrenzt sei. Wie Mühlenhardt sagte, hätten viele Skipper ob der Anordnung schlechte Laune. „Zu Saisonbeginn ist das kein Spaß für uns“, sagte er.

 Fest steht, dass Rivlin von Ministerpräsident Torsten Albig am Mittwoch um 10 Uhr im Gästehaus der Landesregierung empfangen wird. Anschließend will der Staatspräsident die Werft TKMS besuchen und sich ein U-Boot anschauen. Nach Informationen unserer Zeitung soll er entweder mit der „Falshöft“ der Wasserschutzpolizei oder dem SFK-Schlepper „Kitzeberg“ auf das Ostufer nach Gaarden gebracht werden. Auf dem Wasser könne man mögliche Bedrohungen besser sehen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Anschließend wird der Staatspräsident im Kieler Yacht Club zu Mittag essen.

 Auch auf den Straßen in der Innenstadt wird es während der An- und Abreise von Rivlin sowie seinem Besuch an der Universität massive Behinderungen geben. An der Uni wird Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer den Staatspräsidenten begrüßen. „Welche Straßen wann und wo gesperrt werden, kann ich aber noch nicht sagen“, erklärte Silke Tobies, Sprecherin des Landespolizeiamtes. Wie viele Beamte zum Schutz des hochrangigen Gastes eingesetzt werden, ist noch unklar. „Wir sind derzeit am Planen“, so Tobies.

 Passend zum Besuch wird am 12. Mai der bereits 12. „Israel-Tag“ seit 2003 gefeiert. Auf dem Kieler Bahnhofsplatz erwarten Besucher und Passanten von 10 bis 18 Uhr Live-Musik, Spiele, Mitmachaktionen und Informationen zum Staat Israel.

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