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Ende des Baubooms nicht in Sicht

Jahresrückblick Kiel-Mitte Ende des Baubooms nicht in Sicht

Ob Kleiner Kiel-Kanal, Schlossquartier oder ZOB – die Kieler Innenstadt wird sich in den kommenden Jahren gewaltig verändern. Viele Projekte wurden im vergangenen Jahr angeschoben, andere werden bereits umgesetzt. Und mit den Plänen für das ehemaligen C&A-Gebäude und der Markthalle gehen die Bautätigkeiten in eine weitere Runde.

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Quadratmeterpreise bis zu 3000 Euro aufwärts: Das Schlossquartier mit Blickrichtung Kieler Schloss.

Quelle: Frank Peter

Mitte. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) spricht von mindestens einer Milliarde Euro, die in den nächsten Jahren in Kiels Mitte verbaut und verbuddelt wird.

Der Bau des Kleinen Kiel-Kanals wird die Innenstadt am meisten verändern. Grünes Licht für eines der umstrittenen Bauprojekt gab die Ratsversammlung im Juli. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die 11,5 Millionen Euro teurere Umgestaltung der Holstenbrücke im Jahr 2019 fertig sein. Der Baubeginn soll im Herbst 2016 sein. Das 150 Meter lange Becken wird die historische Wasserverbindung zwischen Bootshafen und Kleinem Kiel wieder herstellen. Die Hoffnung ist, dass sich dadurch die Attraktivität der Mitte steigert und mehr Besucher – und somit Kaufkraft – nach Kiel kommen. Auf der Straße an der Ostseite dürfen dann künftig nur noch Busse, Taxen, Lieferfahrzeuge und Radler fahren. Gegner befürchten eine Kostenexplosion und lange Staus auf der Rathausstraße.

Schlossquartier, C&A-Gebäude und ZOB werden Baugrund

Ebenfalls beschlossen wurde im Jahr 2015 der Bau des Schlossquartiers im Bereich Eggerstedtstraße und Schlossstraße. Im Herbst begannen die Abrissarbeiten an den alten Gebäuden, mittlerweile steht kein Haus mehr. Demnächst wird die Tiefgarage ausgehoben und im Anschluss beginnt der Hochbau. Die Norddeutsche Grundstücksentwicklungsgesellschaft lässt in exquisiter Lage am Schloss 82 Miet- und 131 Eigentumswohnungen errichten. Die Quadratmeterpreise belaufen sich auf 3000 Euro aufwärts.

Und es geht weiter: Die Deutsche Immobilien AG plant, das seit langem leerstehende C&A-Gebäude und die benachbarte Markthalle abzureißen. Auf 6800 Quadratmetern Grundfläche sollen wie breits berichtet 80 Eigentumswohnungen, ein Hotel mit 160 Zimmern sowie ein „Boardinghaus“ mit 180 komplett eingerichteten Appartements entstehen. Investiert werden sollen dafür rund 50 Millionen Euro. Die Bagger können aber erst Mitte 2016 anrollen, denn erst dann läuft der Mietvertrag des Hotels am Schwedenkai über dem Markthallengebäude aus. 20 Monate Bauzeit sind geplant.

Etwas länger als ein Jahr wird es noch dauern, bis der neue ZOB steht. Nach einiger Verzögerung wurde Anfang 2015 das alte Stahlgerüst abgerissen. In diesen Tagen ist eine Spezialfirma dabei, den alten Tiefbunker aufzubrechen, um das geplante Parkhaus mit 520 Plätzen auf sechs Etagen gründen zu können. Das Autoregal mit dem neuen ZOB im Erdgeschoss soll Mitte 2017 fertig sein. Pläne für das Baufeld hinter dem Hotel Atlantic gibt es auch. Sollte das Land einiges an Geld spendieren, könnte dort eine Kongresszentrum entstehen.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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