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Das größte Feuer brannte vor Silvester

Neujahrsnacht in Kiel Das größte Feuer brannte vor Silvester

Mit 143 Einsätzen für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie 157 Einsätzen für die Polizei war diese Silvesternacht im Vergleich zu früheren Jahreswechseln verhältnismäßig ruhig. Die beiden Löschzüge der Hauptwache sowie die zehn freiwilligen Feuerwehren mussten lediglich in 25 Fällen ausrücken.

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In der Nacht zu Silvester mussten Kieler Feuerwehrleute im Vorort Friedrichsort löschen – die Silvesternacht selbst blieb ruhig.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Oft waren Brandmeldeanlagen, die aus ungeklärter Ursache in der Nacht Alarm ausgelöst hatten, der Grund dafür – darunter auch auf dem Dachboden des Kieler Rathauses. Das größte Feuer beschäftigte die Einsatzkräfte in der Nacht zum Donnerstag. Im Kieler Stadtteil Friedrichsort war in der Fritz-Reuter-Straße ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus in Flammen aufgegangen. Fast 70 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der freiwilligen Wehren Schilksee und Suchsdorf brauchten Stunden, um letzte Glutnester im Dachstuhl zu löschen. Die sieben Bewohner kamen nach Angaben der Feuerwehr alle mit dem Schrecken davon.

Tannenbaum in Mettenhof brannte

Die Silvesternacht bescherte dann eine Vielzahl kleinerer Einsätze. In Mettenhof sorgte um 16.45 Uhr ein Balkonbrand für Aufregung. Im Göteborgring war vermutlich durch Feuerwerkskörper ein auf dem Balkon abgestellter Tannenbaum in Brand geraten. Gegen 21.40 Uhr musste die Feuerwehr im Stadtteil Gaarden wegen eines qualmenden Dachstuhls in einem Mehrfamilienhaus in der Bothwellstraße ausrücken. Dort hatte möglicherweise ebenfalls eine Feuerwerksrakete einen Brand verursacht. Die Besatzung des Löschzugs der Ostwache konnte über eine Drehleiter die Situation rasch entschärfen. „Die Kollegen konnten eine Ausbreitung des Feuers verhindern“, sagte Jochim Jahn von der Feuerwehr Kiel. Außerdem sorgten im Kieler Stadtgebiet wieder zahlreiche brennende Altkleider- und Altpapiercontainer für Arbeit. Ein Fiat Panda musste um 1.30 Uhr im Kreisgauer Ring in Wellsee gelöscht werden.

Aufsehen im Elendsredder

Der Rettungsdienst musste 116 Einsätze in der Silvesternacht in Kiel fahren. Auch diese Zahl ist für Silvesternächte im üblichen Rahmen. „Im großen und ganzen war das Einsatzgeschehen in Kiel eher unspektakulär“, hieß es auch bei der Leitstelle der Polizei am Morgen. Die Polizei hatte auf dem Kieler Stadtgebiet 157 Einsätze zwischen Donnerstagabend und Freitagfrüh.

Ein Fall sorgte hier aber für Aufsehen. Im Elendsredder wurde durch Unbekannte gegen 1.33 Uhr ein Zigarettenautomat gesprengt. Die Polizei wertet Zeugenaussagen aus, die das Geschehen beobachtet haben. Einer der jungen Täter sei mit Jeanshose und dunklem Kapuzenpulli bekleidet gewesen und soll einen schwarzen Rucksack mit weißer Aufschrift durch die Wesselburener Straße geflüchtet sein. Weitere Hinweise nimmt die Polizei unter Tel 0431/1603333 entgegen.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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