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Jensendamm Kiel Sanierung kann beginnen

Auf Kiels Baustellen in der Innenstadt geht es voran: Nach langem Stillstand kann die Stadt die Sanierung des Jensendamms anpacken, nachdem sie sich mit der Projektgesellschaft der Alten Feuerwache (Frank Heimbau und BIG Anlagen) außergerichtlich geeinigt hat.

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Lange Zeit herrschte Ruhe auf der Baustelle am Jensendamm in Kiel. Nachdem eine Baufirma den Grundwasserspiegel abgesenkt hatte, waren Straße und Gehweg um bis zu 25 Zentimeter abgesackt. Ob ein Zusammenhang besteht, ist weiter umstritten.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Der weiter anhängige Rechtsstreit drohte den Zeitplan für den Einzug der ersten Mieter und Eigentümer zu sprengen. Seit im Mai 2014 die Straße am Baugebiet und Teile des Ratsdienergartens bis zu 25 Zentimeter abgesackt waren, soll ein Beweissicherungsverfahren klären, ob die Schäden mit den Bauarbeiten an der Alten Feuerwache zusammenhängen. Eine Spezialfirma hatte zuvor den Grundwasserspiegel abgesenkt, um eine trockene Grube für den Bau der Tiefgarage für das Wohnprojekt zu erhalten. Das Verfahren laufe noch, erklärte Bürgermeister Peter Todeskino im Wirtschaftsausschuss.

Neue Wohnungen enstehen

 Rund zwei Millionen Euro soll die Erneuerung des Jensendamms zwischen der Einmündung Küterstraße und der Dänischen Straße kosten. Die größten und damit teuersten Reparaturen werden jedoch vor der Alten Feuerwache fällig, wo die Asphaltdecke gleich an mehreren Stellen Löcher aufweist und die Straße und Teile des Fuß- und Radweges gesperrt werden mussten. Für Projektleiter Matthias Reuner ist die Ursache der Absackung, wie berichtet, nicht eindeutig auf die Bauarbeiten zurückzuführen, wovon aber wiederum die Stadt ausgeht. Ein Gutachten wurde bestellt, das aber noch nicht vorliegt. „Auch wenn der Rechtsstreit nicht beendet ist, können Stadt wie Projektgesellschaft jetzt loslegen“, informierte Todeskino darüber, dass beide Seiten eine Vereinbarung geschlossen hätten. Da nach Eingriffen ins zu begutachtende Baugebiet sich der Zustand ändert, erklärten sich beide Seiten bereit, das Risiko der „Nichterweislichkeit“ zu tragen. „Wir werden eine neue Abwasseranlage gründen“, kündigte Todeskino an. Auf der 5800 Quadratmeter großen Baufläche planen die Investoren, 68 Eigentumswohnungen, 50 Studentenwohnungen, sechs Stadthäuser und Gewerbe noch 2016 fertigzustellen. Die Erreichbarkeit der Altstadt sei trotz der Bauarbeiten immer gewährleistet, versichert der Stadtrat.

Spatenstich für den Kiel-Kanal

Nicht weit vom Jensendamm kommt es vermutlich im April zu einem wichtigen ersten Spatenstich für den umstrittenen Kleinen Kiel-Kanal. Die Stadtwerke planen die Leitungen unter der Holstenbrücke zu verlegen – bei laufendem Verkehr. Noch in diesem Jahr wird auch die Bushaltestelle verlegt. Die größte Belastung für Kunden, Händler und Gäste wird 2017 mit der Vollsperrung für Autos und Busse kommen.

 Fortschritte gibt es auch bei einem Einzelhandelsprojekt, dem früheren Woolworth-Gebäude am Berliner Platz, zu vermelden. Die Stadt bestätigte, die Baugenehmigung am Donnerstag herausgeschickt zu haben. Damit ist der Neubau nach dem Abriss des Hauses am Berliner Platz auf der Zielgeraden. Dort will die Projektgesellschaft Fokus Development (Duisburg) eine hohe zweistellige Millionensumme für ein neues Geschäftshaus investieren. Entscheidend für das Investment seien die Pläne zum Kleinen Kiel-Kanal gewesen. Für welchen späteren Nutzer aus der Textil-Branche das Gebäude nach dem Sieger-Entwurf des Neustädter Architekten Joachim Wegener entsteht, wollte die Gesellschaft auch am Donnerstag nicht sagen: Man habe Vertraulichkeit vereinbart. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass sie mit Primark verhandelt. Mit der Fertigstellung des Neubaus, der mit Kupferdach und pigmentiertem Sichtbeton errichtet wird, rechnet der Projektentwickler im Frühjahr 2017.

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