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Schüler wollen die Welt retten

Jugend-Klimakonferenz Schüler wollen die Welt retten

Fast hätten die Max-Planck-Schüler Arnold Schwarzenegger und Leonardo DiCaprio getroffen. Die beiden Stars sind Gastredner auf der 23. Weltklimakonferenz in Bonn, die am Montag eröffnet wurde. Mit dabei: die zwölf Schüler aus Kiel.

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Nur alle Jubeljahre (1999 das letzte Mal) findet die Weltklimakonferenz in Deutschland statt. In diesem Jahr durften zwölf Max-Planck-Schüler im Vorfeld an der Welt-Jugend-Klima-Konferenz in Bonn teilnehmen. Mit Isomatten und Schlafsäcken waren sie aus Kiel angereist.

Quelle: Stefan Junker

Kiel. Zusammen mit mehr als 1000 Teilnehmern aus 114 Ländern waren sie zu Gast auf der 13. Jugend-Klima-Konferenz (Conference of Youth). Hier suchten sie im Vorfeld der größten internationalen Konferenz, die jemals in Deutschland stattgefunden hat, nach Lösungen, um den Klimawandel zu stoppen. Zurück in Kiel berichten sie von ihren Erlebnissen.

„Es war unglaublich beeindruckend“, erzählt Hannah Lüthje (16). „So viele unterschiedliche Nationalitäten sitzen zusammen und alle haben ein Ziel: unsere Welt zu retten.“ Doch der Reihe nach. Bevor die Max-Planck-Schüler nach Bonn reisen durften, gab es bange Wochen. „Eigentlich wollten wir bei der Weltklimakonferenz dabei sein“, sagt Stefan Junker (42), Lehrer des Geografie-Profils im 11. Jahrgang. „Aber das war einfach aussichtslos. So haben wir uns für die Jugendkonferenz beworben und tatsächlich Plätze bekommen.“ 225 verschiedene Workshops standen zur Auswahl.

Hannah Lüthje hörte unter anderem den Premierminister des Inselstaates Fidschi, Frank Bainimarama. „Sein Englisch war zwar nicht das Beste“, sagt sie schmunzelnd, „aber das war schon spannend. Sein Staat ist besonders stark von einem steigenden Meeresspiegel betroffen.“ Fidschi ist in diesem Jahr eigentlich das Gastgeberland. Aber der Inselstaat ist für solch eine riesige Konferenz  einfach zu klein. So sprang Bonn ein. Paula Junker (16), Carolin Dieck (16) und Jasmina Utzat (16) waren vor allem von vier Flüchtlingen aus Afrika beeindruckt, die wegen der Klimaauswirkungen nach Frankreich geflohen waren. „Die kamen aus dem Tschad und erzählten von dem größten See der Region, der gleich in vier Ländern liegt und langsam austrocknet“, berichtet Paula Junker. „Da alle Menschen dem Wasser hinterher reisen, überqueren sie oft Grenzen. Deswegen gibt es viele, viele Streitigkeiten.“

„Das Tolle an der Konferenz ist, dass die Jugendlichen mit ihren Ideen gehört werden“, zeigt sich Lehrer Stefan Junker noch immer beeindruckt. Leonardo DiCaprio hat auf jeden Fall immer ein offenen Ohr für ungewöhnliche Ideen. Er gilt als äußerst engagiert im Kampf gegen die globale Erwärmung und den Umweltschutz. Genauso wie die vielen Jugendlichen auf der Konferenz. 2018 tagt die Jugend übrigens in Polen.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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