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Wenn Schüler zu Testern werden

„Jugend testet“ Wenn Schüler zu Testern werden

Die Stiftung Warentest schreibt jedes Jahr den Wettbewerb „Jugend testet“ aus. Grund genug für die Klassen 11 d und 11 e des Beruflichen Gymnasiums im Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ 1) in seinem Fahrwasser die schulinterne Ausscheidung „Jugend testet am Königsweg“ ins Leben zu rufen.

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Rebecca Kollbach (links) und Svea Dittmann testeten im Wettbewerb „Jugend forscht am Königsweg“ drei gängige Schulstuhl-Modelle auf Strapazierfähigkeit und Bequemlichkeit.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Im Finale überzeugten die Elektronikmärkte-Bewerter. Den Grundstein für diesen mehrwöchigen Wettbewerb setzte Christiane Mohr, die die beiden Klassen im Fach Wirtschaftslehre am RBZ-Standort Königsweg unterrichtet. Sie motivierte ihre Schüler nicht nur, Projekte für eine Teilnahme am bundesweiten „Stiftung Warentest“-Jugendwettbewerb in die Tat umzusetzen. Sie regte ebenso die schulinterne Ausscheidung an und übernahm die Organisation. Angetreten waren dafür jeweils sechs Gruppen aus beiden Klassen. In der 11 d bewerteten Schüler unter anderem das Kontoeröffnen in Banken. Andere nahmen Wetter-Apps, elektronische Zahnbürsten und fruktosefreie Schokoladen unter die Lupe. Auf die Prüfstände der 11 e kamen beispielsweise Fitnesscenter, Lippenstifte, Mathematik-Apps und Cola.

 Alle Arbeitsgruppen mussten einen zehnseitigen Bericht verfassen und ihre Resultate der jeweiligen Klasse präsentieren. In das Finale schickte die 11 schließlich Jule Kuring, Lina Bretthauer und Alina Fiedler mit ihrer Bewertungsreihe „Tampons“ sowie die Elektromärkte-Tester Jan Eckhoff und Malte Vater. Finalisten aus der 11 c waren Melissa Streicher, Viola Zunckel und Merle Hoffmann mit ihrem Test „Croissants“. Ihre Mitstreiterinnen Svea Dittmann und Rebecca Kollbach hatten Funktionalität und Sitzkomfort dreier Schulstuhl-Modelle überprüft und beurteilt, hatten harte Holz- und Kunststoffstühle und bequemere Drehstühle miteinander verglichen. Die 150 Schüler des elften Jahrgangs kürten Jan Eckhoff und Malte Vater zu Siegern. Die beiden Schüler waren in Märkten der Ketten Saturn, Media Markt und Medimax gewesen, hatten sich mit verschiedenen Anliegen rund um „Computer und Co.“ an das Personal gewandt. Nicht immer war die Beratung brauchbar gewesen. „In einem Markt haben wir nach einem WLAN-Kabel gefragt, der Verkäufer wusste nicht, dass man bei WLAN überhaupt keines braucht“, berichtete Jan Eckhoff. Bester Markt im Test war Saturn.

Beim Tampon-Test standen drei Discounter- und ein Markenprodukt im direkten Vergleich. Die Bewertungskriterien waren Zuverlässigkeit, Saugfähigkeit, das Öffnen der Folienverpackung und das Preis/Leistung. Testsieger wurden die ob-Markentampons. In Sachen „Croissants“ bescheinigten die Testerinnen aufgebackenen Backwaren aus der Selbstbedienungstheke das beste Ergebnis vor Frischgebackenem aus Bäckereien und Teigrohlingen, die der Verbraucher selbst im Ofen backen muss. Mit dem Verlauf des Wettbewerbs „Jugend testet am Königsweg“ ist Organisatorin Christiane Mohr hochzufrieden: „Die Schüler haben alles selbst erarbeitet, sich genau überlegt, was sie machen wollten.“ Und Christiane Bischoff, Abteilungsleiterin Berufliches Gymnasium, stellte fest: „Alle Tests sind aus persönlicher Betroffenheit entstanden, die Schüler haben sich sehr engagiert.“

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