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Künftig ziehen alle in Kiel an einem Strang

Jugendberufsagentur Künftig ziehen alle in Kiel an einem Strang

Trotz Riesenauswahl keinen Plan: So geht es (zu) vielen Schulabgängern, denen der Schritt in eine Ausbildung aus unterschiedlichsten Gründen schwerfällt. Hilfestellung soll nun eine Kieler Jugendberufsagentur (JBA) geben, deren Gründung am Mittwoch mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages besiegelt wurde.

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Sie besiegelten ihre Zusammenarbeit in einem Kooperationsvertrag (v. li.): Karsten Böhmke (Jobcenter), Renate Treutel (Bildungsdezernentin), Jürgen Ströh (RBZ Technik), Petra Eylander (Arbeitsagentur), Dr. Stephan Jansen (RBZ Soziales, Ernährung, Bau), Barbara Weber (Schulrätin), Gerhard Müller (RBZ Wirtschaft)

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Um das Ziel zu erreichen, wollen fünf Partner (Jobcenter, Arbeitsagentur, Stadt, Berufsschulzentren, Schulamt) Jugendliche an Schulen gezielter beraten – und dabei über bisherige Zuständigkeitsgrenzen hinweg an einem Strang ziehen.

Fast zwei Jahre Vorarbeit waren nötig, bis sich die Partner auf Grundlagen und Ziele der gemeinsamen Arbeit in einer JBA verständigten. „Bislang herrschte unter uns eine gewisse unkoordinierte Beliebigkeit, wenn es um die Unterstützung von Jugendlichen ging“, erklärte der Jobcenter-Geschäftsführer Karsten Böhmke. Damit soll nun Schluss sein. So seien wichtige Fragen zu Datenschutz, Zuständigkeit oder Finanzierung von Maßnahmen aus unterschiedlichen Töpfen mittlerweile weitgehend geklärt.

Zentraler Standort wird gesucht

Geklärt sind auch die ersten konkreten Schritte zum Aufbau einer dezentral ausgerichteten JBA für Jugendliche unter 25 Jahren. Ab März soll es an den drei Regionalen Berufsbildungszentren (RBZ) schrittweise sogenannte Treff-JBA geben. In täglichen Sprechstunden an zentraler Stelle vor den Mensen informieren dort Fachkräfte der Berufsberatung (Agentur für Arbeit), des Jobcenters, der RBZ, des Jugendamtes (Stadt) sowie für Berufsorientierung zuständige Lehrer über mögliche Anschlussperspektiven oder Fördermöglichkeiten.

In einem weiteren Schritt sollen an allgemeinbildenden Schulen ab den achten Klassen „Fallkonferenzen“ eingeführt werden, um für die Schüler möglichst „individuelle, frühzeitige und verbindliche“ Anschlussperspektiven im Blick zu behalten. Sollten sich solch Perspektiven nicht abzeichnen, könnten Fachkräfte aus dem Bündnis den Jugendlichen beratend zur Seite gestellt werden. Diese Fachkräfte sollen den Schulen möglichst auch vor Ort in eigenen Berufsorientierungsbüros zur Verfügung stehen.

Als „wesentlichen Meilenstein“ der neuen JBA bezeichnete Bildungsdezernentin Renate Treutel die Anmietung von zentral gelegenen Räumen in der Innenstadt („....möglichst in der Holstenstraße“). Diese Servicestelle mit zehn Experten der fünf Partner stelle sicher, dass auch außerhalb von Treff-JBA an den drei RBZ das Beratungsangebot möglichst viele erreichen könne: von Eltern, Gymnasiasten, Lehrer über Arbeitgeber bis hin zu Schulschwänzern.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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