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„Spiele ohne Grenzen“ in Russee

Jugendfeuerwehr-Stadtpokal „Spiele ohne Grenzen“ in Russee

Die Jugendfeuerwehr lud anlässlich des 50-jährigen Bestehens zehn befreundete Wehren zum Stadtpokal nach Russee ein. Viele Aufgaben warteten auf den Nachwuchs der Lebensretter in der Landeshauptstadt.

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50 Jahre Jugendfeuerwehr Russee: Für Leon, Leon, Dominik, Pia, Armin und Andreas (von links) waren die Spiele Herausforderung und Spaß zugleich.

Quelle: Florian Sötje

Kiel. Keylis, Phillipp, Tom, Jannis, Niklas und Marc bilden eine Kette und müssen sich beeilen. Mit Hilfsmitteln wie Eimern, Schwämmen oder einem Feudel transportieren sie in vier Minuten so viel Wasser von einer Wanne zur nächsten. Abwechselnd versuchen sich drei aus der Gruppe zwischendurch am Knotenschlagen. Dies war am Sonnabend eine von acht Stationen beim Stadtpokal in Russee, den die ortsansässige Jugendfeuerwehr anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens veranstaltete.

Auch Gäste aus Brandenburg

Neben den acht Jugendwehren aus Kiel nahmen an der knapp fünfstündigen Rallye durch den Ortsteil die benachbarte Jugendfeuerwehr aus Mielkendorf und die Russeer Partnerwehr aus dem brandenburgischen Kyritz teil. „Der Pokal läuft unter dem Motto „Spiele ohne Grenzen“. Bei den Aufgaben geht es um Feuerwehrtechnik, aber auch Geschicklichkeit, Glück und vor allem Spaß“, erklärte Björn Beeck von der Freiwilligen Feuerwehr Kiel-Russee. An einer weiteren Station bauen Jugendliche der Jugendfeuerwehr Wellsee einen Standrohrbaum. Andernorts steht für die Partnerwehr aus Kyritz eine Merkspiel-Aufgabe auf dem Programm.

Spaß scheint es den Kindern und Jugendlichen überall zu machen. Keylis ist 13 Jahre alt und seit eineinhalb Jahren bei der Jugendfeuerwehr. „Damals bin ich einfach mal vorbeigekommen, um zu gucken, wie es mir gefällt und habe mich gleich mit meinen Kameraden angefreundet“, erklärt sie. Alle seien ihr mittlerweile ans Herz gewachsen. „Wir halten immer zusammen“, sagt sie. Marc (18) hält der Russeer Jugendfeuerwehr seit 2009 die Treue. „Meine Oma hat mich damals gefragt, ob ich das nicht machen möchte, weil ich mich schon immer für die Feuerwehr interessiert habe“, sagt er. Vor allem zähle hier die Gemeinschaft. Spiel und Spaß werden groß geschrieben. Highlights sind die alljährlichen Sommerfahrten. Auch sei der Kontakt zu den Jugendwarten sehr eng.

Zulaufzahlen momentan sehr gut

Ein reiner Spaß ist die Jugendarbeit bei der Feuerwehr indes nicht. „Die Kinder oder Jugendlichen überhaupt zum Kommen zu bewegen, ist definitiv nicht schwer. Schwieriger wird es dann mit 14, 15 Jahren, wenn die Feuerwehr nicht mehr das größte Hobby ist. Aber wir haben auch viele, die in diesem Alter bleiben und schon in die Zukunft blicken, um später in den aktiven Dienst oder sogar die Berufsfeuerwehr zu kommen“, erklärt Jugendwart Dennis Märtens (31). Die Zulaufzahlen der Feuerwehr in Kiel sind momentan sehr gut. In Russee versammeln sich 30 Kinder und Jugendliche in der Jugendwehr. Fünf davon sind Mädchen. Zwei Drittel der Feuerwehrleute in Russee kommt aus der Jugendwehr.

Am Ende der Stadtpokal-Rallye hat die Jugendwehr aus Mielkendorf die meisten Punkte an den acht Stationen gesammelt. Den Stadtpokal erhält als beste Kieler Jugendwehr aber der zweitplazierte Gastgeber Russee. Doch das ist nebensächlich. Der Spaß stand im Vordergrund, denn der Ernst kommt noch früh genug.

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Ein Artikel von
Florian Sötje
Volontär

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