15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Junge Moslems diskutieren für den Frieden

Flyeraktion Junge Moslems diskutieren für den Frieden

Aufklärung anstatt Angst: Nach den Terroranschlägen von Extremisten und Sympathisanten islamistischer Gruppierungen ist die Kieler Jugendorganisation Ahmadiyya Muslim gezielt in die Offensive gegangen und hat den Dialog mit Passanten in der Fußgängerzone gesucht.

Voriger Artikel
Lotusblüten als Zeichen der Hoffnung
Nächster Artikel
Große Solidarität mit der kranken Gina

Die Muslime Naveed (links) und Rafiq Achmad versuchten in der Holstenstraße, mit Handzetteln für den friedlichen Islam zu werben.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. „Wir wollten im Gespräch mit den Menschen über unsere Religion aufklären und gegen Vorbehalte gegen den Islam und gegenüber von Muslimen antreten“, sagt Rafiq Ahmad.

 Der 23-Jährige ist Kieler, studiert an der Fachhochschule und hatte sich am Sonnabend gemeinsam mit sieben anderen Mitgliedern der muslimischen Jugendorganisation in der Holstenstraße postiert. Vier weitere junge Muslime waren in Neumünster unterwegs. „Wir müssen die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen und Antworten auf ihre Fragen und Ängste geben“, betonte Ahmad. Mit Informationszetteln suchten die jungen Frauen und Männer den Kontakt zu den Passanten – mitunter war dies kein leichtes Unterfangen. „Einige wichen aus, liefen vorbei oder schüttelten mit dem Kopf“, berichtet der Student.

Andere Kieler hingegen seien regelrecht „froh“ über das Dialog-Angebot gewesen und hätten dies dankbar angenommen. „Wir haben den Bürgern ganz klar anhand von entsprechenden Koran-Versen gezeigt, dass unsere Religion Gewalt, Unterdrückung und Terrorismus ablehnt und der sogenannte Islamische Staat unseren Glauben für seien Zwecke missbraucht“, sagte Ahmad. Dem IS gehe es allein um wirtschaftliche Interessen. „Wir möchten, dass die Gesellschaft uns als praktizierende Muslime wahrnimmt, die sich aktiv für unsere freiheitlichen, toleranten und auf Menschenliebe basierenden Werte einsetzt“, so der 23-Jährige.

 Ahmadiyya Muslim gehört zu einer der größten muslimischen Jugendorganisationen Deutschlands. Die Kieler Mitglieder haben weitere Aktionstage angekündigt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3