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Wo schmeckt Kiels Eis am besten?

+++ Mit Video +++ Wo schmeckt Kiels Eis am besten?

Noch zeigt sich das Wetter nicht von seiner sommerlichen Seite, aber ein Eis geht bekanntlich immer. Wir haben Passanten nach Kiels besten Eisdielen gefragt und dort die kalten Leckereien getestet. Der Sommer kann kommen!

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Sorja Feuser und Lisa Köpper servieren das Eis in der Eisbar in Kiel.

Quelle: Julia Carstens

Kiel. Sieben Cafés in der Innenstadt wurden bei unserer Straßenumfrage besonders häufig empfohlen. Wir haben sie besucht und dort den Dauerbrenner Erdbeer und – falls vorhanden – Pistazie (Eis des Jahres 2016) probiert.

Hier finden Sie Fotos unserer Straßen-Umfrage: Wo gibt es Kiels bestes Eis?

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Pino’s Eiscafé

14 Jahre lang war Mustafa Kuscu mit seinem Eisladen auf dem Kieler Ostufer zuhause. Außerdem belieferte er die Kunden in der ganzen Stadt mit seinem Eismobil. Seit Frühjahr 2016 findet man Pino’s Eis im Herzen von Kiel direkt am Exer. „Ich wollte einen kleineren, überschaubaren Laden haben. Meine Kunden sollen sehen können, wie ich mein Eis produziere“, sagt Kuscu. Dafür hat der 36-Jährige eine Glaswand zwischen den Verkaufsbereich und die großen, italienischen Maschinen in der  Küche gezogen. Morgens kann man den Eismacher dabei beobachten, wie er seine 20 verschiedenen Sorten herstellt. Dabei greift er bei nussigen Sorten wie Pistazie oder Haselnuss je nach Saison auch auf industriell gefertigte Pasten als Grundlage zurück.

Preis: Alle Sorten kosten 1 Euro

Geschmack:  Cremig, milchig und fest. Helle Farbe und keine Frucht-/ Nussstückchen. Könnte geschmacklich dominanter sein.

Vegan:  Alle Fruchteissorten sind vegan.

Sitzmöglichkeiten: Im Außenbereich

Mustafa Kuscu ist der Inhaber von Pino's Eiscafé.

Mustafa Kuscu ist der Inhaber von Pino's Eiscafé.

Quelle: Julia Carstens

Eispavillon

Im kleinen Pavillon am Alten Markt wird das Eis nicht vor Ort produziert. Betreiber Dietmar Fritsch, der den Laden seit drei Jahren führt, lässt sich von einem niedersächsischen Großlieferanten beliefern. Täglich hat er 24 Sorten im Angebot. Die Klassiker gibt es immer, vier Sorten wechselt er regelmäßig aus.

Preis:  Ebenfalls 1 Euro

Geschmack:  Feste Konsistenz, satte Farbgebung. Erdbeere erinnert an Kirsche und leckeres Kaugummi aus der Kindheit.

Vegan: Fruchteis auf Wasserbasis

Sitzmöglichkeiten: Im Außenbereich

Im Eispavillon steht Dietmar Fritsch hinter dem Tresen.

Im Eispavillon steht Dietmar Fritsch hinter dem Tresen.

Quelle: Julia Carstens

Eisbar

Die Eisbar im Sophienhof gibt es erst seit Ende März. Auf den ersten Blick erinnert sie mit dem dekorierten Eis an die bekannte Kette Giovanni L – und das kommt nicht von ungefähr: Betreiber Peter Zantropp hat dort neun Jahre lang gearbeitet. Vom alten Arbeitgeber möchte er sich aber abheben. Seine Einrichtung ist eher nordisch-maritim als italienisch, die Holzverkleidung seines Tresens haben er und Ehefrau Irmgard nach eigenen Angaben selbst gestrichen. Auch das Eis und sämtliche Fruchtsoßen produziert er mit seinem Team in Kiel-Hassee selbst. Zu den 24 Eissorten gibt es  bunte Schokoeis-Waffeln (nicht selbst gemacht).

Preis: 1,20 pro Kugel, Streusel sind gratis

Geschmack: Sehr fruchtig/nussig, kräftige Farbe, mit Fruchtstückchen. Pistazie wird auch hier mit einer Paste zubereitet.

Vegan: Fruchteis; experimentiert wird auch mit Hafermilcheis

Sitzmöglichkeiten: bisher nur wenige Bistrotische

Die Eisbar ist neu in der Kieler Innenstadt.

Die Eisbar ist neu in der Kieler Innenstadt.

Quelle: Julia Carstens

Sie wollen Ihr Eis lieber selbst machen? Kein Problem:

Eisparadies

Der Klassiker in Kiel – und ein Garant für langes Anstehen ab der ersten Frühjahrssonne. Drinnen lockt die einzigartige Südseetapete. Inhaber Christoph Bickel kommt ursprünglich aus Österreich, hat das Eisparadies vor sechs Jahren übernommen und nach eigenen Angaben kaum etwas verändert: „Eismacher und Rezepturen sind gleich geblieben.“ 20 Sorten werden in der Küche hinter dem Verkaufstresen jeden Tag frisch hergestellt, zum Teil wird mit Pasten gearbeitet. Haselnuss verkauft sich am besten.

Preis: 1 Euro pro Kugel

Geschmack: Cremig, sahnig, nicht sehr fruchtig.

Vegan:  verschiedene Sorbetsorten von Frucht bis – ganz neu – Schoko

Sitzmöglichkeiten:  Im Außenbereich stehen ein paar Stühle

Das Eisparadies besticht durch sein Südsee-Flair.

Das Eisparadies besticht durch sein Südsee-Flair.

Quelle: Julia Carstens

Liseis

Innerhalb von fünf  Jahren hat sich das Liseis vom Geheimtipp zum Lieblingseisladen vieler Kieler entwickelt. Auch hier muss man sich oft in eine lange Schlange einreihen. Besonders Veganer werden dafür aber belohnt. Die Hälfte aller Eissorten kommt ohne tierische Zusätze aus, zusätzlich lädt Betreiberin und Nicht-Veganerin  Lisei Franik monatlich zur rein „veganen Woche“.  Dann kommen auch ungewöhnliche Sorten wie „Erdbeer-Balsamico“  in den Verkaufstresen. Die Nachfrage sei enorm, sagt die ehemalige VWL-Studentin, die den Betrieb zusammen mit ihren Eltern führt. Anfangs war nur ihr Fruchtsorbet vegan, mittlerweile arbeitet sie viel mit Sojamilch.  Die Aufmachung des Ladens  ist klassisch, ohne Schnick-Schnack. Ihr Eis stellt sie selbst vor Ort her.

Preis: Ab 1,20 Euro. Teuerste Sorte ist Pistazie (2,70 Euro), die mit Pistazienmilch gemacht  wird.

Geschmack: Sehr süß und cremig, helle Farbe, kleine Fruchtstückchen beim Erdbeereis.

Vegan: die Hälfte aller Sorten + regelmäßige vegane Woche

Sitzmöglichkeiten: Im Außenbereich stehen zwei Bänke

Lisei Franik heißt ihre Gäste im Liseis willkommen.

Lisei Franik heißt ihre Gäste im Liseis willkommen.

Quelle: Julia Carstens

Hier finden Sie unsere sieben Eisdielen

 

GoYo!

Bei GoYo! Gibt es kein klassisches Speiseeis, sondern Frozen Joghurt, der aus Milch, Naturjoghurt und Joghurtpulver angerührt wird und mit Toppings wie Streuseln oder frischen Früchten ergänzt werden kann.  Im Winter greift Betreiberin Imke Stüven zu Kuhmilch, ab dem Frühjahr bietet sie auch vegane Sorten an. Bald will sie ihr Angebot mit Softeis erweitern.

Preis: Becher ab 2 Euro (entspricht circa 1,5 Kugeln), Toppings kosten 30 bis 50 Cents

Geschmack: Frisch, zart schmelzend, etwas körnig

Vegan: ab dem Frühjahr möglich

Sitzmöglichkeiten: Zahlreich im Innenraum

Christine Hoetzel serviert das Eis im GoYo!

Christine Hoetzel serviert das Eis im GoYo!

Quelle: Julia Carstens

Giovanni L.

Über 100 internationale Standorte, rund 80 Eissorten und zahlreiche Auszeichnungen: Giovanni L. steht für Superlative. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in Kiel, hier wird im Stadtteil Suchsdorf auch das Eis hergestellt und weltweit verschickt. Die Filialen sind typisch italienisch eingerichtet – mit viel Gold und kleinen Engeln. Das Eis ist aufwendig dekoriert. Die Sorte Pistazie wird mit Nussmark aus Italien angereichert.

Preis: 1,20 bis 1,50 Euro je nach Sorte

Geschmack: Sehr fruchtig/nussig, fest, kompakt und in leuchtender Farbe

Vegan: sechs Fruchtsorten sind ohne tierische Zustätze

Sitzmöglichkeiten: zahlreich vorhanden

Giovanni L. ist unter anderem am Hauptbahnhof in Kiel vertreten.

Giovanni L. ist unter anderem am Hauptbahnhof in Kiel vertreten.

Quelle: Julia Carstens
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