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Ein Auftakt mit mörderischer Spannung

KN Treff.Punkt Ein Auftakt mit mörderischer Spannung

Mit wachsendem Erfolg lassen diese Damen in der Region Kiel morden: Kirstin Warschau, Angelika Svensson und Ute Haese lesen am Mittwoch als „Ladies in Dead“ aus ihren Kriminalromanen in der Kundenhalle der Kieler Nachrichten am Asmus-Bremer-Platz.

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Mörderisch viel Spaß: Die Krimiautorinnen Angelika Svensson, Ute Haese und Kirstin Warschau (von links) lesen am Mittwoch in der KN-Kundenhalle.

Quelle: Torsten Prawitt

Kiel. Damit ist gleich beim Start der Treff.Punkt-Reihe, mit der das Medienhaus KN zu informativen und unterhaltsamen Abenden einladen will, Spannung garantiert. Ute Haese (Jahrgang 1958) bringt ihren Roman „Fisch und Fertig“ mit. Seit 1998 arbeitet sie als Autorin, war zuvor als Wissenschaftlerin tätig in einer „fußnoten-gesättigten Fach- und Sachbuchphase“, so ihre Beschreibung. Sie lebt am Schönberger Strand und konfrontiert seit 2008 ihre Privatdetektivin Hanna Hemlock mit schrägen und durchaus auch vergnüglichen Situationen, obwohl es in den inzwischen fünf veröffentlichen Fällen immer um Mord geht. Haese selbst nennt ihre Hauptperson ironisch „Tränenfee vom Passader See“ und verortet sie in der Probstei.

Angelika Svensson (Jahrgang 1954) bringt für die Lesung „Kielgang“ mit, der dritte Band kommt demnächst. Im bürgerlichen Leben heißt die Autorin Angelika Waitschies. Svensson ist ihr Pseudonym für die Reihe der Krimis mit Kommissarin Lisa Sanders. Die Autorin lebt ebenfalls in Schleswig-Holstein und arbeitet seit Jahrzehnten beim NDR in Hamburg. In „Kielgang“ lässt sie einen jungen Mann auf einem Trakehnergestüt sterben – ausgerechnet in den Toilettenanlagen. Die Ermittlungen führen ihre Kommissarin auch in die Kreise einer Rockergemeinschaft.

Die dritte im Bunde ist Kirstin Warschau (Jahrgang 1965), für KN-Leser keine Unbekannte mehr. Denn die Kielerin bringt ihr Buch „Ostseewut“ mit, dieser Krimi war vor einem Jahr als Vorabdruck der Fortsetzungsroman in den Kieler Nachrichten. Die Kieler Autorin führt ihre Kommissarin Olga Island in deren vierten Fall auf der Suche nach einer verschwundenen Frau an den Plöner See, auf eine Werft auf dem Ostufer und auch in die Diskotheken-Meile an der Bergstraße.

Die Zusammenarbeit dieser drei „Ladies in Dead“ begann vor einem Jahr. Natürlich sorgen ihre Auftritte als Trio immer wieder für großes Interesse. Sie vertreten auch offensiv die Auffassung, dass gute – und das mit einem Ausrufezeichen versehen – Kriminalromane mit lokalem Bezug alle Mühen und Marketingideen verdienen, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Was zur Harmonie beträgt: Die Autorinnen lassen zwar in und um Kiel herum morden, pflegen aber jede ihre eigenen Wege und Stile. Die Moderation des Leseabends mit den „Ladies in Dead“, der heute um 19 Uhr in der KN-Kundenhalle beginnt, übernimmt Bücherwurm und KN-Redakteur Thomas Paterjey.

Die Reihe KN-Treff.Punkt will anschließend weiter in loser Folge Autorenlesungen, populärwissenschaftliche Vorträge, Gesprächskonzerte oder Diskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen anbieten. „Mit dieser Reihe wollen wir gerne eine alte Tradition wieder aufleben lassen“, erklärt KN-Geschäftsführer Sven Fricke. „Ich freue mich, dass dies durch den zusätzlichen Einsatz und Impuls von Mitarbeitern unseres Hauses wieder möglich sein wird.“

Die KN sind mit ihrem Verlagshaus in Kiel sowie den Zweigstellen in Eckernförde, Neumünster und Plön in der ganzen Region zu Hause. Da ergeben sich interessante Möglichkeiten für einen Treffpunkt abseits des täglichen Geschäfts, findet die Projektgruppe mit Petra Kath, Gabi Asmus und Christian Strehk unter Leitung von Ulrike Bahnsen. Bahnsen ist nun „sehr gespannt auf die Resonanz zu unserer Eröffnungs-Krimilesung heute“.

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