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Müssen die Flüchtlinge nach Kriegsende wieder zurück?

KN beantworten Leserfragen Müssen die Flüchtlinge nach Kriegsende wieder zurück?

Während des KN-Talks wurden viele Fragen gestellt, die vorher in der Redaktion eingegangen waren. Nach der Veranstaltung haben wir die Chance genutzt, noch mehr Leserfragen an Innenminister Stefan Studt weiterzureichen.

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Quelle: Frank Peter

Kiel. KN: Werden die Flüchtlinge bei der Registrierung nach Familienmitgliedern gefragt, die nachziehen werden? Gibt es konkrete Prognosen?

Die Registrierung von Asylsuchenden umfasst ausschließlich die Angaben der Person, die sich als asylsuchend meldet, sowie die Daten der mitreisenden Familienmitglieder. Grundsätzlich dürfen, je nach gewährtem Aufenthaltsstatus, Ehegatten und minderjährige Kinder nachziehen. Prognosen sind jedoch schwierig.

Wenn Flüchtlinge aus Kriegsgebieten kommen – müssen sie dann nicht wieder gehen, wenn der Krieg vorbei ist?

 Eine Aufenthaltserlaubnis aus Asylgründen wird zunächst für die Dauer von drei Jahren gewährt, die nach Ablauf dieser Frist widerrufen werden kann. Die unbefristete Niederlassungserlaubnis bedarf einer erneuten Prüfung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Angesichts der großen Enge in den Erstaufnahmen: Wie kann dort für Privatsphäre gesorgt werden?

Die sichere Aufnahme, Versorgung und Unterbringung der zu uns kommenden Menschen ist oberstes Gebot. Die Unterkünfte werden durch bauliche Maßnahmen (zum Beispiel Aufstellen von Containern, Trennwänden) möglichst soweit hergerichtet, dass ein vertretbares Maß an Privatsphäre gewährleistet wird. Familien oder Ehepaare werden nicht mit Dritten zusammen untergebracht.

In anderen Bundesländern wird von geflüchteten Frauen berichtet, die von männlichen Flüchtlingen in den Unterkünften bedrängt und missbraucht werden. Gibt es diese Fälle in Schleswig-Holstein wirklich überhaupt nicht?

Im Zeitraum vom 1. September bis 16. Oktober hat die Polizei Schleswig-Holstein zwei Strafanzeigen wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung und der Vergewaltigung in einer Erstaufnahmeeinrichtung aufgenommen. Tatverdächtig ist jeweils ein männlicher Flüchtling. Die Ermittlungen dauern an.

Wie sollen den Flüchtlingen verbindliche Werte vermittelt werden?

Eine erste Einführung in Sprache und Landeskunde bieten Willkommenskurse, die bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung Boostedt angeboten werden. Sie stehen allen nicht schulpflichtigen Asylsuchenden über 16 Jahre unabhängig vom Geschlecht offen. Zugleich ermöglicht die oftmals zentrale Lage der Unterkünfte, erste Erfahrungen mit dem Leben in Deutschland zu machen. Konkretere Integrationsbemühungen liegen in der Verantwortung der Kreise.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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