2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Energieverbrauch soll weiter sinken

KVG Energieverbrauch soll weiter sinken

Die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) drückt bei der klimaschonenden Umstellung ihrer Fahrzeugflotte aufs Tempo. In den kommenden zwei Jahren (2017/2018) sollen zunächst für die KVG-Hauptlinie 11 insgesamt fünf Diesel-Hybrid-Gelenkwagen angeschafft werden.

Voriger Artikel
Bedrohung: Wie Eltern ihren Kindern helfen können
Nächster Artikel
Sie machen Kiel bunter und schöner

Wie klimafreundlich Busfahren ist, sollte bei einer Tour deutlich werden. So präsentierten unter anderem KVG-Chef Andreas Schulz (4. v. li.) und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (5. v. re.) jeweils 660 Gramm schwere „Sparsäckchen“. So viel mehr an Kohlendioxid hätten sie bei einer Zehn-Kilometer-Fahrt mit dem Auto freigesetzt.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Damit sinke nicht nur den Energieverbrauch der Busse sowie ihr Schadstoffausstoß, sondern auch der Lärmpegel – vor allem beim Anfahren.

Das Tempo der schrittweisen Umstellung hängt nach Einschätzung von KVG-Geschäftsführer Andreas Schulz aber nicht zuletzt von der Höhe der dafür nötigen Investitionen ab. Zurzeit betrage der Preis für einen Hybrid-Bus mit kombiniertem Diesel- und Elektroantrieb fast das doppelte eines konventionellen abgasarmen Fahrzeugs. Dieses schlage mit einem Betrag zwischen 290000 und 320000 Euro zu Buche. „Wir gehen aber davon aus, dass die Preise für Hybrid-Busse bald erheblich sinken“, sagte Schulz am Rande einer Sonder-Busfahrt aus Anlass des „Deutschlandtages des Nahverkehrs“. Im Zentrum der am Freitag von mehr als 40 Verkehrsunternehmen bundesweit mitgetragenen Aktion stand die Erreichung von Klimaschutz-Zielen. Dazu könne der Einsatz umweltfreundlicher Stadtbusse einen erheblichen Beitrag leisten.

 Auch die KVG will sich laut Schulz am Erreichen dieser Ziele beteiligen. Laut Masterplan des Unternehmens sollen 2019 die ersten Lademasten (Pantographen) an den Endhaltestellen der Linie 11 für die Zwischenladung von dann vollelektrischen Linienbussen installiert werden.

Ziel noch in weiter Ferne

 „In nur sieben Minuten kann ein Bus von den Pantographen an den Endhaltestellen für eine Strecke von rund zehn Kilometern wieder aufgeladen werden“, erklärte Schulz, der 2019 noch mindestens vier weitere Diesel-Hybrid-Busse für den Betrieb auf der KVG-Linie 11 anschaffen will.

 Für die Jahre 2020/2021 soll die Flotte dieser Linie noch einmal um mindestens zehn weitere Hybrid-Busse aufgestockt werden. Ab 2022 bis 2027 will die KVG mindestens sieben Fahrzeuge pro Jahr „in der jeweils sinnvollsten Ausprägung“ auch für andere Linien anschaffen. Von 2028 bis 2040 soll diese Zahl auf mindestens 13 Fahrzeuge pro Jahr weiter steigen. 2040 wäre nach aktueller Unternehmensplanung das Fernziel einer 100-prozentigen Umstellung der KVG-Busflotte auf Elektromobilität erreicht – so die technische Entwicklung mitspielt zulässt.

 Auch wenn dieses Ziel noch in weiter Ferne liegt, sieht sich das Unternehmen in puncto Umweltfreundlichkeit schon jetzt auf der richtigen Spur. Von den 168 Bussen erfüllten 123 die strengen Kriterien der Abgasnormen Euro fünf und sechs. Aus Sicht des KVG-Geschäftsführers bedeutet das: „Die Kieler können guten Gewissens unsere Busse nutzen. Denn deren Schadstoffausstoß konnte im Schnitt um 99 Prozent reduziert werden.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3