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Hunde fahren zum Kinderpreis mit

Öffentlicher Nahverkehr Hunde fahren zum Kinderpreis mit

Wanda Janzen aus Kiel-Elmschenhagen liebt ihre Hündin der Rasse Bolonka-Zwetna – und klare Ansagen. Doch die hat sie auf ihren Busfahrten mit Jette – 3,5 Kilogramm schwer und damit ein Leichtgewicht – bisher vermisst.

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Wanda Janzon ärgert sich über die KVG, weil sie bei jeder Fahrt einen anderen Fahrkartenpreis für ihren Hund Jette (Bolonka Zwetna) genannt bekommt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Manchmal muss ich für Jette nicht bezahlen, dann wieder ein Hundeticket kaufen,“ beklagte sie sich am Lesertelefon. Weil sie es genau wissen wollte, habe sie bei der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) nachgefragt. Wanda Janzen weiß heute nicht mehr, mit wem sie damals gesprochen hat. „Mir wurde gesagt, eigentlich sei die Beförderung des Hundes grundsätzlich kostenpflichtig, aber dies liege auch im Ermessen des Busfahrers. Es komme auf die Größe des Hundes an.“

 Eine Antwort, die der Kielerin eindeutig zu schwammig war. Also bat sie eine Busfahrerin um Stellungnahme: „Generell müssen Sie zahlen“, erhielt sie Auskunft. „Es sei denn, Sie transportieren den Hund im Beutel.“ Alles klar, vor der nächsten Fahrt steckte die Kielerin Jette in eine kleidsame Hunde-Umhängetasche. Das Ergebnis: Auf der Hinfahrt fuhr die Hündin zum Nulltarif. Für die Rückfahrt musste Frau Janzen ein ermäßigtes Ticket kaufen. Die Kielerin wollte endlich eine verbindliche Antwort und bat um Hilfe.

 Ein Fall für Andrea Kobarg, Sprecherin der KVG: Nach dem seit dem 14. Dezember 2014 gültigen SH-Tarif sei die Mitnahme von Hunden landesweit einheitlich geregelt – unabhängig von Größe oder Gewicht. Für die Beförderung in Bussen müsse eine Einzelkarte Kind in der entsprechenden Preisstufe gelöst werden. Das gelte auch für kleine Hunde in Taschen.

 „Vor dem SH-Tarif gab es die Möglichkeit, einen kleinen Hund in einer Tasche zu transportieren. Dieses ist nicht mehr möglich.“ Die Hundebesitzerin habe also Glück gehabt, wenn sie für Jettes Fahrten nichts bezahlen musste. Für Wanda Franzen ist dies endlich eine klare Ansage. Und für die Busfahrer sicherlich auch.

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