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Busse sollen mehr Fahrräder mitnehmen

KVG in Kiel Busse sollen mehr Fahrräder mitnehmen

Theoretisch ist es bereits möglich, Fahrräder in den Bussen der KVG in Kiel mitzunehmen. Doch in der Realität scheitert das allzu häufig an dem mangelnden Platzangebot. SPD, Grüne und SSW wollen das nun ändern.

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Bislang ist die Fahrradmitnahme in KVG-Bussen nahezu unmöglich, da die Fahrzeuge meist sehr voll sind.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die Busse sind oftmals schlicht überfüllt. Mit einem interfraktionellen Antrag im Wirtschaftsausschuss wollen SPD, Grüne und SSW nun, dass die Verwaltung gemeinsam mit der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) prüft, inwieweit Busse von außen mit Fahrradträgern ausgestattet werden können.

Kritikpunkte an Fahrradstadt Kiel ausmerzen

Kiel ist seit jeher bemüht, zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands zu zählen. Seit Jahren belegt die Landehauptstadt immer einen Spitzenplatz – zuletzt rangierte sie beim Fahrradklimatest 2014 auf Rang sechs. „Einer der Hauptkritikpunkte bei der Erhebung war stets, dass es keine Möglichkeiten gibt, Räder in Bussen mitzunehmen“, sagte Achim Heinrichs, verkehrspolitischer Sprecher der SPD und Mitglied des Fahrradverkehrsforums. Es ist zwar erlaubt, das Zweirad in den Innenraum zu wuchten. Allerdings nimmt dieses Angebot kaum ein Radler wahr, weil die Busse entweder überfüllt sind – oder weil Rollatoren, Kinderwagen und Gehhilfen bereits an Bord sind und Vorrang haben.

„Tatsächlich ist es so, dass wir kaum Fahrgäste mit Fahrrädern haben“, bestätigte KVG-Sprecherin Andrea Kobarg. Maximal könnten sowieso nur zwei Räder pro Bus bei geringer Besetzung befördert werden. Einzelkarten für Drahtesel kosten je nach Strecke zwischen 1,80 und 3,10 Euro; für die Tageskarte berechnet die KVG 4 Euro.

Fahrradträger werden geprüft

„Wir möchten nun prüfen lassen, welche Möglichkeiten bestehen, Busse des ÖPNV mit Fahrradträgern auszustatten und dass das auch bei künftigen Ausschreibungen als Leistungsmerkmal berücksichtigt wird“, sagte Heinrichs. Eine ganztägige Mitnahme sei für den Klimaschutz von entscheidender Bedeutung, heißt es in der Begründung des Antrags.

Im Hinblick auf die hohe Zahl von Pendlern könne das Rad zudem für Studierende und Berufstätige interessant gemacht werden. „Und wer eine Radtour im Kieler Norden plant, kann zum Beispiel mit seinem Rad per Bus bis nach Schilksee fahren und von dort losradeln“, sagte Heinrichs. Bei einem Plattfuß hätte der Radler die Möglichkeit, seinen Drahtesel nach Hause zu bekommen, ohne ihn Kilometer schieben zu müssen. "Der Antrag wird in Ruhe geprüft“, sagte Kobarg. Die KVG werde, zusammen mit dem Eigenbetrieb Beteiligungen, eine geschäftliche Mitteilung vorlegen. „Inhaltlich ist zum heutigen Zeitpunkt dazu nichts mehr zu sagen.“

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Günter Schellhase
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