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Zwei Schleusentore wieder flott

Kanal Zwei Schleusentore wieder flott

Gleich zwei der vier Reservetore der Kanalschleusen Kiel und Brunsbüttel  sind wieder einsatzbereit. Bei der Kieler Werft German Naval Yards wurden die beiden  Schleusentore in dieser Woche ausgedockt. Die Tore waren seit September vergangenen Jahres bei der Werft.

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Gleich zwei der vier Reservetore der Kanalschleusen Kiel und Brunsbüttel  sind wieder einsatzbereit.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Den mehrere Millionen Euro umfassenden Auftrag zur Sanierung der Tore hatte das Unternehmen zuvor in einem Ausschreibungsverfahren von der Schifffahrtsverwaltung erhalten.

Nächste Woche sollen Schlepper das für Brunsbüttel bestimmte Schleusentor auf den Haken nehmen und durch den Kanal nach Brunsbüttel bringen. Das Kieler Tor wird nach Holtenau verholt.  Dort soll das Tor dann schnellstmöglich in der Nordschleuse eingebaut werden, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel mitteilte. In der Nordschleuse Brunsbüttel war im März ein Schleusentor nach einer Kollision mit einem Frachter ausgefallen. Das jetzt aus Kiel kommende Reservetor soll nach der Schleppreise bis Mitte Mai eingebaut werden. Danach wird die Nordschleuse wieder in Betrieb genommen.

Im Anschluss wird dann jedoch die Südschleuse stillgelegt, so der Sprecher weiter. Dort sollen bis September an dem elbseitigen Tor die Schienen der Torunterwagen ausgetauscht werden. Auf diesen Schienen wird das rund 100 Jahre alte Schleusentor bewegt. Gleichzeitig wollen Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel dann in der Südschleuse auch einen neuen Anlauf nehmen und das zweite Reservetor aus seinem Torbunker zu bekommen. Das Tor ist dort seit Jahren nicht bewegt worden und inzwischen Schlick zugespült. Taucher müssen zunächst versuchen, die Schlickmassen  aus der Torkammer  herauszuspülen. Erste Versuche, dieses Tor aufschwimmen zu lassen, scheiterten im vergangenen Jahr. Wenn dieses Tor wieder befreit ist, muss es ebenfalls in eine Werft und dort für den Einsatz wieder hergerichtet werden.

In eine Werft muss auch das Schleusentor, das am 20. März durch den Frachter „Saint George“ gerammt wurde. Der Schaden an dem Tor beläuft sich nach derzeitigem Stand auf über 1,5 Millionen Euro. Eine Reparatur dieses Tores wird nach einer europaweiten Ausschreibung erfolgen, was einige Monate dauern wird.Der griechische Frachter wurde inzwischen in Rendsburg repariert. Er befindet sich inzwischen wieder im Mittelmeer. 

Durch den Ausfall von zwei der sechs Schleusentore wird Brunsbüttel über einen längeren Zeitraum keine Reserve-Schleusentore mehr haben. Kommt es zu einem Schaden, muss dann gleich wieder eine ganze Schleusenkammer stillgelegt werden.  In Kiel Holtenau ist die Lage deutlich besser.  Für die Kieler Schleusen stehen in Kürze wieder beide Reservetore bereit. Ein Tor wurde jetzt bei German Naval Yards frisch überholt ausgedockt, ein  zweites befindet sich im Holtenauer Binnenhafen. Dort wird es gerade nach einer Havarie wieder für den Einsatz vorbereitet. Damit stehen in Kiel-Holtenau im Fall von Havarien oder technischen Störungen in diesem Frühjahr wieder ausreichend Schleusentore bereit.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Brunsbüttel
Foto: Das rund 1200 Tonnen schwere Schleusentor wurde für die Schleppreise mit der Hilfe zweier Pontons stabilisiert.

Das dringend benötigte Schleusentor für die Nordschleuse Brunsbüttel ist auf dem Weg. Die Schlepper „Kiel“ und „Holtenau“ sind um 4.30 Uhr in der Früh am Montag in Kiel gestartet. Gegen 11 Uhr wird der Schleppzug die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke passieren.

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