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Eine echte Charakterschule für jedes Alter

Karate beim Tag des Sports Eine echte Charakterschule für jedes Alter

Mitmachen statt zuschauen – das gilt auch in diesem Jahr beim Tag des Sports am Sonntag, 4. September, von 10 bis 18 Uhr. Rund 150 Sportvereine stellen ihre Arbeit vor und laden die Besucher zum kostenlosen Ausprobieren ein. KN.online stellt Sportarten vor, die dort vertreten sind. Diese Folge: Karate.

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Rolf Bernert ist seit zehn Jahren ehrenamtlich beim Tag des Sports im Einsatz, um den Karate-Landesverband zu repräsentieren.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Viele denken bei Karate als Erstes an Männer, die mit ihren bloßen Fäusten ganze Bretter zerschlagen“, sagt Rolf Bernert und lacht. Dass es darum in dieser Kampfkunst nicht geht, versucht der KarateTrainer seit nunmehr zehn Jahren auf dem Tag des Sports zu zeigen. Als Ehrenamtlicher legt er sich für den Karate-Landesverband ins Zeug.

 Bruce Lee, Kung-Fu-Filme und schwarze Gürtel – als Mitte der 1970er-Jahre ein Karate-Boom durchs Land ging, packte auch Bernert die Begeisterung für den Sport. 40 Jahre später trägt er den 5. Dan und trainiert Jugendliche und Erwachsene in der Kunst der Selbstverteidigung.

 Das Hau-Drauf-Image in vielen Hollywoodfilme hat seine Spuren hinterlassen. „Bretter zerschlage auch ich lieber mit der Axt“, sagt er schmunzelnd. Am Tag des Sports will er den Besuchern zeigen, worum es bei Karate wirklich geht. „Es ist nicht nur ein Gesundheitssport“, meint Bernert, „sondern vor allem eine Charakterschule.“ „Einige Übungen können schon mal etwas langweilig sein“, sagt Bernert, der eine Kindertagesstätte leitet. Erfolgserlebnisse erforderten vor allem Geduld. Dafür werde man nach jeder bestandenen Prüfung mit einem Gürtel belohnt. „Das motiviert gerade die Jüngeren.“

 Doch die Prüfungen sind nicht nur für junge Menschen interessant. „Mit Ende 20 hatte ich erstmal andere Prioritäten“, sagt der Vater von zwei Kindern. „Doch vor ein paar Jahren bekam ich Lust auf neue Herausforderungen“. Also hat er das Training wieder intensiviert. Mit 59 Jahren erhielt er den 5. Dan. „Nach all den Jahren war das die schönste Prüfung von allen“, erzählt er mit leuchtenden Augen. „Und wer weiß? Vielleicht wage ich mich irgendwann auch noch an den 6. Dan.“ Besonders freut sich Bernert darüber, dass im April 2017 die deutsche Karate-Meisterschaft in Schleswig-Holstein ausgetragen wird, an der sich auch Menschen mit Handicap beteiligen.

 Aikido, Taekwondo und Judo – auf der „Budo-Meile“ kommen die Fans des Kampfsports auf ihre Kosten. Am Karate-Stand wird Rolf Bernert stehen, um seinen Verband vorzustellen. Auf einer Trainingsfläche werden die Karatekas – so der Fachbegriff der Sportler – alle Facetten der Kampfkunst präsentieren und so für ihren Sport werben.

 In den nächsten Jahren erwartet Bernert einen Aufschwung, denn 2020 wird Karate erstmals olympisch. Eine große Chance, um zu zeigen, dass im Karate nicht nur Kraft, sondern vor allem der Geist gefordert wird, glaubt Bernert.

 Straßensperrungen am Tag des Sports

 Wenn der LSV zum Tag des Sports einlädt, wird rund um die Verbandszentrale und die Sporthallen am Winterbeker Weg sowie in der Lantziusstraße und auf der Moorteichweise Sport präsentiert und getrieben. Dafür werden am Sonntag von 6 bis 18.30 Uhr mehrere Straßen gesperrt. Der Winterbeker Weg ist hinter der Einmündung Andresenstraße in Richtung Haus des Sports bis zum Wendebereich Melanchthonstraße/Papenkamp nicht befahrbar. Nur für Anlieger ist die Lantziusstraße bis zur Bresthalle freigegeben, von dort an ist die Straße voll gesperrt. Auch die Parkfläche vor der Bresthalle und ebenso die Stellplätze am Winterbeker Weg hinter Plaza stehen nicht zur Verfügung. Geschlossen werden die Auf- und Abfahrten zum und vom Theodor-Heuss-Ring (B76) im Bereich des Winterbeker Weges. Die Buslinie 52 wird umgeleitet. Keine Durchfahrt heißt es auch am Rondeel in der Johann-Meyer-Straße in Richtung Moorteichwiese. Mettlachstraße und Stadtrade sind nur für Anlieger frei befahrbar.

Von Hannah Stobbe

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