23 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Bürgerbeteiligung läuft an

Katzheide Bürgerbeteiligung läuft an

Später als zunächst vorgesehen kommt die Bürgerbeteiligung zur Weiterentwicklung des Sommerbades Katzheide in Gang. Aus nachvollziehbarem Grund, denn zunächst wollten die Verantwortlichen im Rathaus das Ergebnis des entsprechenden Bürgerbegehrens abwarten. Nun wird es ernst mit der Bürgerbeteiligung.

Voriger Artikel
Deckt den Ratten nicht den Tisch
Nächster Artikel
Am ZOB wird richtig aufgeräumt

Am Dienstag, 1. März, gibt es um 18 Uhr in der Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule eine erste Infoveranstaltung zur Zukunft des in die Jahre gekommenen Freibades Katzheide in Gaarden.

Quelle: Eva-Maria Karpf

Gaarden. Heraus kamen dabei bekanntlich im vergangenen Herbst eindrucksvoll viele Unterschriften für den Erhalt des in die Jahre gekommenen Freibades. Die Ratsversammlung schloss sich diesem Votum an.

Nachdem nun zumindest grundsätzlich klar ist, dass Katzheide auch nach der Eröffnung des neuen Zentralbades an der Hörn weiter ein Ort bleiben soll, an dem sich das Erfrischung suchende Volk mehr als nur nasse Füße holen kann, wird es ernst mit der Bürgerbeteiligung. Am Dienstag, 1. März, gibt es um 18 Uhr in der Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule eine erste Informationsveranstaltung. Die Leitfragen lauten: „Wie kann der beliebte Ort als Schwimm- und Badestätte erhalten werden?“ und „Wie kann das Areal in den Sport- und Begegnungspark Gaarden integriert werden?“.

 Bedeutet das schon zu viel an Vorgaben? Jens Müller und Regina Klünder vom Verein „Katzheide: Ja!“ äußerten in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats entsprechende Befürchtungen. Mit dem Argument, das Bad zum Sportpark zu öffnen, könnte beispielsweise darauf verwiesen werden, dass die Aufsichtspflicht nicht erfüllbar sei und Katzheide durch die Hintertür doch zur Nasse-Füße-Stelle degradiert werde, begründeten sie ihren Argwohn. Dem widersprach SPD-Ratsherr Michael Schmalz: Über eine bessere Anbindung an den Sportpark sollte zumindest geredet werden dürfen, meinte der bekennende Katzheide-Freund, und sogar der meist kritische Linken-Ortsbeirat Rolf Schrem warnte davor, gleich mit Scheuklappen in die Diskussion einzusteigen. Schrem gehört der sogenannten Brückengruppe an, deren Funktion selbst politisch Eingeweihten im Stadtteil nicht so ganz klar ist, die aber über dem ganzen Beteiligungsverfahren thront. Und von der konstituierenden Sitzung dieses Gremiums zeigte er sich äußerst angetan. Es seien „überhaupt keine Vorgaben“ gemacht worden, sodass alle Voraussetzungen gegeben seien, mutig in die Zukunft zu denken.

 Am 1. März also ist dies nun auch der breiten Öffentlichkeit möglich, und am 8. März vielleicht noch ein bisschen fundierter. Dann startet um 16.30 Uhr ein Info-Spaziergang durch Katzheide. Fachkundiger Wanderführer ist Frank Löser, der Chef der Kieler Bäder. Ein weiterer Termin steht außerdem für den 15. April, wenn in der Stadtteilschule innerhalb eines Workshops Kinder- und Jugendliche gehört werden. Im Juli sollen dann die bis dahin gewonnenen Ergebnisse der Ratsversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden, um auf dieser Basis in eine weitere Bürger-Gesprächsrunde zu gehen.

 Nicht berührt von alldem ist der normale Freibadbetrieb. Pünktlich zum Saisonbeginn, also voraussichtlich im Mai oder Anfang Juni, soll es wieder losgehen – und zwar sowohl im Nichtschwimmer- als auch im Schwimmer- und im Planschbecken.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ratsversammlung
Foto: Hartmut Jöhnk (links) von der Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“ erklärte SPD-Ratsherr Torsten Stagars noch einmal seine Position.

Jetzt hat die Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“ zumindest alle politischen Hürden genommen: Die Kieler Ratsversammlung beschloss am Donnerstabend mit großer Mehrheit (die CDU enthielt sich) den Erhalt des Freibades in Kiel-Gaarden.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3