19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Katzheide-Fans machen mobil

Bürgerbegehren Katzheide-Fans machen mobil

Die ersten Unterschriften sind getätigt, nun soll es auf breiter Front losgehen. Am kommenden Wochenende wollen die Aktiven des Vereins „Katzheide: Ja!“ unter anderem auf dem Stadtteilfest in Wellingdorf und beim Gemeindefest der Kirche in Gaarden Stimmen fürs Sommerbad Katzheide sammeln.

Voriger Artikel
Zwei Schwerverletzte bei Unfall
Nächster Artikel
Sicher durch den Verkehr im Kieler Süden

Silvia Mehmel aus Kiel-Mitte kam aus Solidarität mit Gaarden zur öffentlichen Pressekonferenz der Katzheide-Freunde und war die Erste, die das Bürgerbegehren unterschrieb. Andreas Regner, Hartmut Jöhnk und Uwe Hagge sahen es mit Freude.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Etwa 8000 Unterschriften sind nötig für ein erfolgreiches Bürgerbegehren, das nach Vorstellung der Initiatoren im zweiten Schritt in ein Bürgerbegehren für einen dauerhaften Bestand des Freibades münden soll.

 Kritik an den Verantwortlichen im Kieler Rathaus hagelte es gestern Nachmittag bei einer Pressekonferenz der Katzheide-Freunde. Sage und schreibe 42 Tage habe sich die Stadt Zeit gelassen, um die gesetzlich geforderte Kostenschätzung für den Fall eines erfolgreichen Bürgerbegehrens vorzulegen. Mit der Vorgabe, dass dies „unverzüglich“ geschehen soll, habe dies nichts mehr zu tun.

 Der Gaardener Pastor Uwe Hagge, zusammen mit Andreas Regner und Hartmut Jöhnk Vertretungsberechtigter für das Bürgerbegehren, sieht darin Strategie: „Man spielt einfach auf Zeit.“ Die distanzierte Haltung der Stadt zu diesem auch sozial so wichtigen Bad spiegele sich außerdem darin wider, dass die gerade einmal 11000 Euro kostende Abdichtung des Nichtschwimmerbeckens erst jetzt und nicht bereits im vergangenen Herbst vorgenommen worden sei.

 Zweifel gibt es auch an den Zahlen, die jetzt von der Stadt herausgegeben wurden. Um das Bad mittelfristig betriebsbereit zu halten, also für fünf bis zehn Jahre, wären demnach 750000 Euro für neue Folien sowie Heizung und Wasseraufbereitung nötig. Dauerhaft ginge es der Stadt zufolge mit einer Investition von 10,39 Millionen Euro weiter. Sportdezernent Gerwin Stöcken orientiert sich dabei am Südbad Trier, das im Jahr 2019 für 9,36 Millionen Euro vollständig saniert und attraktiver gemacht worden ist.

 Bauingenieur Hartmut Jöhnk, vor etwa 20 Jahren mit der letzten großen Sanierung von Katzheide betraut, hält diese Zahlen für „erheblich zu hoch“. Niemand denke daran, das Gaardener Bad so nobel zu machen wie das Vergleichsobjekt in Trier. Außerdem sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass innerhalb der kommenden drei Jahre in Katzheide so gut wie gar nichts investiert werden muss. Sein Mitstreiter Andreas Regner mag derweil nicht glauben, dass das Schwimmerbecken wirklich wegen Schimmelpilzen nicht geöffnet werden kann. Der Befall sei nicht im Becken, sondern unter der Folie festgestellt worden.

 Unterschriften für das Bürgerbegehren können in den nächsten Tagen in mehr als 30 Geschäften gezeichnet werden. Ein Download des Formulars ist unter www.katzhei.de möglich. Am Montag, 13. Juli, um 18.30 Uhr gibt es außerdem in der Sozialkirche gegenüber von Katzheide ein Treffen für alle, die beim Unterschriftensammeln helfen wollen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3