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Albig will in SPD-Hochburg kandidieren

Wahlkreis Kiel-Nord Albig will in SPD-Hochburg kandidieren

Ministerpräsident Torsten Albig will bei der Landtagswahl 2017 als SPD-Spitzenkandidat die Landesregierung fortführen und dabei erstmals auch in einem Kieler Wahlkreis antreten.

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Ministerpräsident Torsten Albig.

Quelle: eis

Kiel. „Ich werde mich in Kiel-Nord bewerben“, sagte Albig im Gespräch mit den Kieler Nachrichten. Er wolle dazu beitragen, dass das SPD-Wahlergebnis „noch etwas besser ausfällt als beim letzten Mal“. Er sei bereit, doch am Ende müsse die Partei entscheiden.

 Bei der Landtagswahl 2012 war die SPD landesweit mit 30,4 Prozent knapp hinter der CDU (30,8) gelandet. Der Wahlkreis Kiel-Nord ging mit 39,8 Prozent der Erststimmen an den SPD-Kandidaten Rolf Fischer. Für ihn rückte Tobias von Pein nach, weil Fischer als Staatssekretär ins Wissenschaftsministerium wechselte. Er will 2017 nicht wieder antreten. Der Wahlkreis gilt als SPD-Hochburg. Der vorerst letzte CDU-Abgeordnete war von 1958 bis 1962 Herbert Fuchs.

 „Ich wohne mit meiner Familie seit 2002 in Suchsdorf“, sagte Albig: „Ich kenne und schätze den Kieler Norden und der Kieler Norden kennt mich. Das passt richtig gut.“ Angst vor einer Niederlage habe er nicht: „Natürlich wird es einen direkten CDU-Gegenkandidaten geben, aber das kann man schon gewinnen.“ Weitere mögliche Direktmandate von SPD-Kabinettsmitgliedern sieht er dagegen eher skeptisch: „Ich bin zurückhaltend, ob das halbe Kabinett auch im Landtag vertreten sein muss. Das könnte terminlich bei Abstimmungen schwierig werden.“ Am Ende sei die Entscheidung aber jedem selbst überlassen.

 Zuletzt saß in den CDU-geführten Regierungen (2005 bis 2012) sogar eine Kabinettsmehrheit im Landtag. Albig, der 2012 über die Landesliste einzog, sichert mit seinem Abgeordnetensitz der rot-grün-blauen Regierung derzeit die Ein-Stimmen-Mehrheit: „Das klappt ganz gut.“ Nachdem die FDP jedoch das sogenannte Pairing-Abkommen kündigte und ausgefallene SPD-Stimmen nicht mehr entsprechend ausglich, musste Albig einige Termine als Ministerpräsident verschieben. Dennoch strebt er ein Mandat an: „Ich sehe mich als Lokomotive für dieses Regierungsprojekt.“

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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