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Aus Hemingway wird die Burger-Bank

Altstadt Aus Hemingway wird die Burger-Bank

Burger boomen bei Jung und Alt. Diesen Trend hat Turgay Agri erkannt und im Dezember 2015 in der Holtenauer Straße das Restaurant Burger Bank eröffnet. Mit Erfolg: Jetzt soll eine zweite Filiale in Kiel eröffnet werden.

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Joris Gosch (25) ist einer von 29 Mitarbeitern in der Burger-Bank. Er kredenzt Burgervariationen für Fleischliebhaber, Vegetarier und Veganer.

Quelle: Uwe Paesler

Altstadt. Wegen der großen Nachfrage will der Inhaber gemeinsam mit Betriebsleiter Frank Werner zum Februar nun auch am Alten Markt eine Zweigstelle des Geschäfts eröffnen. „Ich habe in ganz Deutschland und in Monte Carlo eine Menge Burger probiert, um mich inspirieren zu lassen für mein Restaurant“, so Agri. Essen kann er seine Variationen noch heute mit Genuss. Der Lammburger mit Preiselbeeren und Käse ist nicht nur sein persönlicher Favorit, sondern auch die des Studenten Tim Grotherr: „Ich esse oft hier, wenn ich von der Uni komme“, sagt der 23-jährige Kieler. Insbesondere Menschen, die einen begrenzten Geldbeutel haben, möchte Agri mit seinen Produkten ansprechen. Die Burger kosten zwischen 4,90 und 7,20 Euro. „Wichtig ist mir, dass die Zutaten jeden Tag frisch geliefert werden.“ 95 Prozent der Waren kommen vom Citti-Markt, das Fleisch für die Frikadellen wird täglich von einer Fleischerei aus der Region geliefert, und das Brot steuert eine Kieler Bäckerei bei.

Am 1. Februar ist die Eröffnung

Agri und Werner probieren ständig neue Burger-Kreationen aus. Der November-Burger ist zum Beispiel ein Entenburger, in Planung ist ein Burger mit Rauchfleisch. Auch am Wochenende gibt es bei der Burger Bank Mittagstisch (12-15 Uhr). Ab 1. Januar soll dann ein Frühstücksbuffet dazukommen. „Schon mit sieben Jahren war ich Geschäftsmann und habe auf dem Pferdemarkt Wasser für die Tiere verkauft“, sagt Agri mit einem Augenzwinkern. Mit 20 Jahren kam er aus der Türkei nach Deutschland, heuerte dort auf Schiffen an. „Ich habe unter anderem an Deck und in der Bordküche gearbeitet“, erzählt der 54-Jährige. 1988 machte er sich dann mit einem türkischen Feinkostgeschäft in Rendsburg selbstständig. 2006 stieg er als Betriebsleiter im Hemingway ein, das damals seiner Schwester gehörte. 2007 übernahm er auch im El Paso die Betriebsleitung und wurde 2014 Geschäftsführer der Kieler Brauerei.

Das El Paso gehörte bis zu Agris Übernahme der Familie von Frank Werner. Der Restaurantfachmann, der im Hotel Vier Jahreszeiten sein Handwerk lernte, wurde Betriebsleiter im Hemingway. Im Dezember 2015 eröffneten die beiden die Burger Bank mit 29 Mitarbeitern. Auf den Namen kam Agri, weil in dem Gebäude der Burger Bank zuvor die Hypo-Vereinsbank ihren Sitz hatte. Nun will das Duo auch eine „Bank“ für deftige Leckereien in den Räumen des Hemingways eröffnen. „Die Küche ist fertig, die Inneneinrichtung bestellt und die Wände gestrichen“, sagt Agri. Am 1. Februar soll eröffnet werden.

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