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Autofahrer werden abgebügelt

Schrevenpark Kiel Autofahrer werden abgebügelt

Der Parkdruck am Schrevenpark in Kiel ist noch größer geworden: Die Stadtverwaltung hat jetzt an der Ecke Goethestraße/Sternstraße Fahrradbügel aufgestellt und vergrätzt damit die Autofahrer. Obwohl für die Fläche ein Parkverbot galt, stellten Anwohner der grünen Oase hier nachts ihre Wagen ab, wenn keine anderen Lücken mehr zu finden waren.

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Insgesamt neun Fahrradbügel hat das Tiefbauamt in Höhe der Kreuzung Goethestraße/Sternstraße aufgestellt.

Quelle: fpr: Frank Peter

Kiel. Gerade zu Zeiten, wenn auf dem Wilhelmplatz Wochen- oder Jahrmärkte stattfinden, wird es in der Gegend besonders eng. Die Begründung für die Abbügelei der Autofahrer: bessere Sicht für Radler.

 Kiel ist schon lange eine der fahrradfreundlichsten Großstädte im gesamten Bundesgebiet, im Norden sogar die Nummer eins. Um diesem Ruf auch in Zukunft gerecht zu werden, arbeitet die Stadt ständig daran, die Bedingungen für Radfahrer weiter zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das geht jetzt insbesondere am Schrevenpark zu Lasten der Autobesitzer, die täglich weite Wege in dem Quartier fahren müssen, um für ihren Wagen einen Stellplatz zu finden. Besonders wenn der Wilhelmplatz gesperrt ist, steht dort Blech an Blech. Wer zu spät kommt, muss oft Hunderte Meter entfernt parken und einen langen Fußweg in Kauf nehmen. Oftmals wurde an der Ecke Goethestraße/Sternstraße über Nacht illegal geparkt.

 Die Stadt hat sich jetzt entschieden, dort neun Fahrradbügel einzubauen. Die Begründung: In Höhe der Kreuzung treffen zwei stark frequentierte Velorouten aufeinander, die nach Zählungen täglich von mehreren Tausend Radlern benutzt werden. In der Vergangenheit hätten die am Straßenrand illegal geparkten Autos dafür gesorgt, dass der Kurvenbereich schlecht einsehbar sei. Immer wieder haben aus diesem Grund Ordnungsamtsmitarbeiter bei ihrem morgendlichen Rundgang hier Pkw abschleppen lassen – sehr zum Unmut der Anwohner. Sie sind der Meinung, dass an dieser Stelle die Autos nicht stören. Aber die Stadt meint, mit dem Einbau hätten die Radfahrer freie Sicht. Gleichzeitig werde so das Angebot an Fahrradabstellplätzen erhöht. „Selbstverständlich wurde diese Maßnahme im Vorfeld gemeinsam von Tiefbauamt und Ordnungsamt abgestimmt. In der Abwägung Sicherheit/Parkraum war dabei klar, dass an diesem Gefahrenschwerpunkt die Sicherheitsaspekte Priorität haben“, sagte Arne Ivers vom städtischen Presseamt.

 An anderer Stelle werden Autofahrer nicht abgebügelt: Zu regelmäßigen Missverständnissen zwischen Radfahrern und Fußgängern kam es an der Ampel im Knooper Weg auf Höhe der Waisenhofstraße. Im Bereich zwischen der Ampel und dem Jungfernstieg wurde daher der Radweg zurückgebaut. Stattdessen soll der Radverkehr auf einem Schutzstreifen in der Fahrbahn fahren. Zudem wurden auf der Fläche des rückgebauten Fahrradweges zwei Fahrradbügel eingebaut. Diese verhindern, dass Radfahrer auf den Gehweg wechseln. Durch den Rückbau ist nun klar ersichtlich, welche Flächen für Radfahrer und welche für Fußgänger vorgesehen sind.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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