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Anlieger wünschen sich attraktiveren Dreiecksplatz

Bergstraße Anlieger wünschen sich attraktiveren Dreiecksplatz

Die Kieler mögen den Dreiecksplatz, aber nicht den Engpass, den Abbieger von der Bergstraße in die Brunswiker Straße vorfinden. Der Ortsbeirat Mitte klagte in der Vergangenheit bereits häufiger über brenzlige Konfliktsituationen zwischen abbiegenden Fahrern, bummelnden Spaziergängern und Radlern.

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Wird die Rechtsabbiegespur von der Bergstraße auf die Brunswiker Straße verlegt? Geschäftsleute und Ortsbeirat haben eine Initiative gestartet, um die kleine Straße zwischen den beiden Hauptstraßen autofrei machen zu können.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Eine Verkehrsberuhigung könnte zwar eine gute Lösung sein, aber die wird ganz schön teuer, wie die Verwaltung nach einer Prüfung feststellte.

 Nicht nur der Ortsbeirat, sondern auch die lokale Gastronomie war wegen des Dreiecksplatzes bei Bürgermeister Peter Todeskino vorstellig geworden: Rund um den Platz in Richtung Brunswiker Straße hat sich, wie berichtet, eine lebendige Café- und Kneipenszene entwickelt, die bei Pächtern und Inhabern den Wunsch nach mehr Freisitzen auf dem Platz weckten. Ihr Wunsch kommt bei der Verwaltung offenbar ebenso gut an wie die Anregung zur Verkehrsberuhigung. Das legt die Geschäftliche Mitteilung an den nächsten Bauausschuss am Donnerstag, 14. April, nahe. Das Tiefbauamt kam nach der Prüfung zum Schluss, dass die Rechtsabbiegespur ohne große Probleme an den Knoten verlegt werden könnte, auch wenn die dazu notwendige Radiusänderung zu einem Flächenverlust der Rechtsabbiegespur von 20 Prozent führt. Doch die Kosten für die Planungen und notwendigen Anpassungen am Knotenpunkt veranschlagt das Amt auf etwa 140000 Euro. Haushaltsmittel, die zumindest in der mittelfristigen Finanzplanung der klammen Stadt nicht vorhanden sind.

 Dabei sind sich Ortsbeirat, Gastronomie und Verwaltung einig: Würden Autos künftig um den Platz herum statt wie derzeit fast mittendurch fahren und würden mehr Freisitze zum Verweilen einladen, käme dies der Aufenthaltsqualität des zentralen Platzes zugute. Die Initiative der angrenzenden Lokale begrüßt die Verwaltung ausdrücklich. „Damit ist die Hoffnung verbunden, den Dreiecksplatz als Auftakt zur Holtenauer Straße aufzuwerten und seiner Bedeutung als historischen Stadtplatz zurückzuführen“, erklärt Stadtrat Peter Todeskino.

 Jochen Schulz (Grüne), stellvertretender Vorsitzender des Ortsbeirates Mitte, freut sich zwar über die signalisierte Zustimmung aus der Verwaltung. Aber 140000 Euro seien viel Geld. So setzt er jetzt darauf, dass vielleicht eine andere, günstigere Lösung gefunden wird. Klar sei auf jeden Fall, dass die Situation am Dreiecksplatz verkehrstechnisch entschärft werden müsse. Mit einer Verkehrsberuhigung würde „ein kleines Stück für die Fußgänger zurückerobert“, meint Schulz. „Der Platz selbst kann nur gewinnen.“

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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