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Aus für die Rolltreppen zum Holstentörn

Ideenwettbewerb Aus für die Rolltreppen zum Holstentörn

Seit Jahren ist der Aufgang zum Holstentörn in den Augen vieler Kieler ein Ärgernis. Nun will die Stadt einen Ideenwettbewerb initiieren, um das Bauwerk zu modernisieren.

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Grau, dreckig und in die Jahre gekommen: Der Aufgang zum Holstentörn zeigt nicht unbedingt Kiels schönste Seite.

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Wir kommen um einen Wettbewerb nicht herum. Es muss sich da etwas ändern“, sagt Bürgermeister und Baustadtrat Peter Todeskino. Schon im Mai dieses Jahres hatte die Ratsversammlung einen Antrag der CDU beschlossen, in dem die Verwaltung aufgefordert wurde, ein Konzept zu erarbeiten, um den Aufgang attraktiver zu gestalten. Der Antrag wurde damals einstimmig angenommen.

 Der Anstrich ist nicht mehr ganz frisch, an einigen Stellen sind die weißen Wände des Aufgangs schon grün angelaufen. Seit Monaten ist eine der drei Rolltreppen zum Holstentörn gesperrt, das rot-weiße Flatterband wurde inzwischen durch eine stabile Holzabsperrung ersetzt. Die Rolltreppe sei nicht mehr reparabel, heißt es von der Verwaltung. Um sie wieder fahrbar zu machen, müssten auch die anderen beiden Rolltreppen unter erheblichem Kosten- und Arbeitsaufwand ausgetauscht werden. Auf rund eine Million Euro schätzt Todeskino die Kosten. „Die Rolltreppen waren eigentlich nur für den Innenbereich geeignet. Wir wundern uns sowieso, dass sie so lange gehalten haben.“

 Überquerung bleibt

 Fest steht schon jetzt: Die erhöhte Überquerung der Straße wird auch nach dem Wettbewerb bleiben. „Ein ebenerdiger Zugang in den Sophienhof ist nicht möglich“, erläutert Todeskino. Das sei in Gesprächen mit Eigentümervertretern deutlich geworden. Anders als bisher soll aber die künftige Brückenkonstruktion nicht mehr eine bloße Überführung über die Straße sein. Das Gebäude über der Straße solle vielmehr sinnvoll genutzt werden, sagt der Bürgermeister.

 Eine Rolltreppe sei nicht mehr zeitgemäß, stattdessen sollen Treppen und ein Fahrstuhl den Zugang in den Sophienhof ermöglichen. In den Konzepten müsse außerdem das denkmalgeschützte Gebäude der Landwirtschaftskammer, die Verkehrsverhältnisse und der Holstenplatz berücksichtig werden, sagt Peter Todeskino. „Wie wird der Platz erfasst? Wie kann man den Holstentörn komfortabel überwinden? Wie kann das Gebäude genutzt werden? Das sind Fragen, die im Wettbewerb beantwortet werden sollen.“

 Die Rahmenbedingungen und ein genaues Wettbewerbskonzept werden derzeit vom Stadtplanungsamt erarbeitet. Das Konzept soll anschließend der Politik vorgelegt werden, damit sie wahrscheinlich noch in diesem Jahr den Wettbewerb beschließen kann. Der soll dann im kommenden Jahr stattfinden.

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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