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Circus Krone lockt mit Superlativen

Kiel Circus Krone lockt mit Superlativen

Mit Superlativen geizt Circus Krone bei der Ankündigung seines Kieler Gastspiels vom 1. bis 9. September auf dem Wilhelmplatz wahrlich nicht: „Weltstadtprogramm“ mit lauter preisgekrönten Artisten, „weltweit größtes Zirkuszelt“ mit fast 4000 Plätzen, rekordverdächtige 500 000 Besucher seit der Premiere der aktuellen Show „Evolution“ im April dieses Jahres.

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Nah, aber nicht distanzlos präsentiert Martin Lacey seine Großkatzen.

Quelle: Zirkus Krone

Kiel. Als einzig verbliebener deutscher Großzirkus mit 110-jähriger Tradition sieht sich Krone nach wie vor dem „klassischen“ Zirkus mit Tiernummern im Mittelpunkt seines Programms verpflichtet. „Raubtiere und Elefanten gehören nun einmal dazu“, erklärt der Marketingchef des Unternehmens, Markus Strobl, bei der Programmvorstellung: „Gerade deshalb kommen die Leute ja schon seit Generationen zu uns.“

 Von heftiger Kritik oder gar Störaktionen wie Diebstahl oder Zerstörung von Plakaten durch Gegner von Wildtierhaltung bleibt auch Krone zwar nicht verschont, will diesem Treiben jetzt aber verstärkt mit Aufklärungsaktionen entgegentreten – zum Beispiel mit der den Programmen jetzt beiliegenden Broschüre „Tierschutz im Circus Krone“.

 Zudem veranstaltet das Familienunternehmen am Sonntag, 6. September, von 10 bis 12 Uhr einen „Aktionstag gegen Tierquälerei“. Dabei könnten sich nach Strobls Angaben die Besucher zum Beispiel bei Proben der Tiernummern selber ein Bild davon machen, wie „artgerecht und partnerschaftlich“ Löwen, Elefanten oder Zebras bei Circus Krone behandelt würden. Die Einnahmen des Aktionstages sollen einem Tierschutzprojekt zufließen.

 Als Musterbeispiel für diese zirzensische Partnerschaft von Mensch und Tier preist Krone den Auftritt der „größten gemischten Raubtiergruppe der Welt“ mit 26 weißen oder goldfarbenen Löwen und Tigern in einer Manege. Chef darin ist der beim Zirkusfestival in Monte Carlo mit goldenem wie silbernem Clown ausgezeichnete Tierlehrer Martin Lacey. Sein Markenzeichen: Er zähmt seine Großkatzen nicht, sondern lenkt ihre Wildheit, Kraft und Eleganz durch seine Autorität, die er sich durch gegenseitiges Vertrauen und Nähe zu den Tieren erworben hat.

 Zu den weiteren Tiernummern des Programms zählt auch die Pferde-Freiheitsdressur von Krone-Juniorchefin Jana Mandana, die auch mit ihren Araberhengsten die Hohe Schule im „Husaren“Stil“ demonstriert – mit allen Gängen und Touren des klassischen Dressurreitens im Rhythmus der Musik. Die Wappentiere von Krone sind bei einer Elefantendressur von Jana Mandana und ihrem Manegenpartner James Puydebois (Frankreich) zu erleben. Lamas, Kamele, Zebras, Ponys sowie Nashornbulle Tsavo sollen den Besuchern unter Leitung von Martin Lacey „prachtvolle Safari-Impressionen“ vermitteln.

 Zu den akrobatischen Programmhöhepunkten zählt Krone den Auftritt von „Crazy Wilson“ mit seiner neun Meter langen Harley Davidson, die er auf einem Todesrad inklusive Salto mortale zum Fliegen bringt. Höchstleistungen dürfen auch von der Trapez-Truppe „Flying Zuniga“ erwartet werden. Höhepunkt: ein dreifacher Salto mit verbunden Augen.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: An ihnen scheiden sich die Geister: Spektakuläre Tiernummern wie die von Martin Lacey im Circus Krone werden gleichermaßen bewundert und gehasst.

Wenn ab Dienstag, 1. September, der traditionsreiche Circus Krone für neun Tage auf dem Kieler Wilhelmplatz gastiert, gehören neben Clowns und Artisten auch zahlreiche Wildtiere wie Seelöwen, Elefanten und Raubtiere zu den Attraktionen. Sie ziehen noch immer viele Besucher an – aber auch viele Demonstranten. Zerstörte Werbeplakate und Proteste von Tierrechtlern sind an den meisten Spielorten an der Tagesordnung.

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