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Ostseeraum rückt in den Fokus

Kiel Conference zur Kieler Woche Ostseeraum rückt in den Fokus

München hat im Januar alljährlich die Sicherheitskonferenz. Ein maritimes Gegenstück soll zukünftig die Kiel Conference werden. In diesem Jahr wird die Konferenz zur Kieler Woche ihren Auftakt haben. Am 23. Juni treffen sich im Wissenschaftspark internationale Delegierte, um über die Sicherheitslage in der Ostsee zu diskutieren.

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Er nimmt Kurs auf die Kieler Woche: Der US-Kreuzer „Vicksburg“ (rechts, mit der Nummer 69) wird Teil eines Nato-Verbandes sein, der im Juni nach Kiel kommt.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Ausrichter der Kiel Conference sind das Institut für Sicherheitspolitik (ISPK) der Uni Kiel und das Center of Excellence for Operations in Confined and Shallow Waters (COECSW) der Nato. „Die Konferenz soll die Bedeutung der Kieler Woche mit Blick auf die Sicherheitspolitik stärken“, sagt Sebastian Bruns vom ISPK. „Wir erhoffen uns von der Veranstaltung auch eine Diskussion über die wichtigen Fragen der Sicherheitspolitik im Ostseeraum“, sagte Bruns. Die Liste der Teilnehmer steht noch nicht fest.

 Der neue Kommandeur der Einsatzflottille 1 und des COECSW, Kapitän zur See Jan Kaack, freut sich auf die Kiel Conference als neues Format für die Kieler Woche. „Während der Kieler Woche werden auf der Konferenz Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Militär den Entwicklungen im Ostseeraum ihre Aufmerksamkeit widmen. In der Ostsee kann niemand mehr allein die Herausforderungen der Zukunft schultern“, sagte Kaack. Man suche deshalb nach Wegen der Kooperation. Die ersten Signale auf die Ankündigung der Konferenz seien positiv. „Da ist wirklich Musik drin“, sagte Kaack.

 Auf der Gästeliste der Konferenz wird auch US-Admiral Brad Williamson stehen. Der Flottillenadmiral führt derzeit mit dem Kreuzer „Vicksburg“ den Nato-Einsatzverband 2. Der Verband hat seit Januar an Manövern im Schwarzen Meer, dem Mittelmeer und im Atlantik teilgenommen. Derzeit kreuzt der Verband mit Einheiten aus Deutschland, der Türkei, Großbritannien und Kanada vor Norwegen. Mitte Mai werden in der Ostsee mehrere Manöver beginnen, die am 19. Juni in Kiel enden. Die Nato wird in diesem Jahr erstmals zwei ihrer drei derzeit aktiven Einsatzverbände zur Kieler Woche schicken.

 Die „Vicksburg“ wird dabei nur eines der großen Schiffe sein, die die Deutsche Marine zwischen dem 19. und 28. Juni in Kiel begrüßt. Die USA planen die Entsendung des Landungsschiffes „San Antonio“ sowie den Lenkwaffenzerstörer „Jason Durham“. Die „San Antonio“ wird mit 25.000 Tonnen Verdrängung auch das größte Schiff sein, das an der Kieler Woche teilnimmt. Die Royal Navy schickt ihr derzeitiges Flottenflaggschiff, den Hubschrauberträger „Ocean“. Aus England kommen außerdem die Fregatte „Iron Duke“, ein Minenjäger und sechs Patrouillenboote. Polen wird zwei Landungsschiffe schicken. Insgesamt werden zur Kieler Woche 30 ausländische Marineschiffe mit rund 3000 Soldaten aus Nato-Staaten erwartet. Erstmals seit über zehn Jahren wird mit der „Göksu“ auch wieder eine Fregatte aus der Türkei zur Kieler Woche kommen.

 Nur ein Platz bleibt leer: Die russische Marine darf nicht kommen. Da nach der Besetzung der Krim die militärische Zusammenarbeit mit Russland ausgesetzt ist, wird der russischen Marine auch keine Genehmigung zum Einlaufen in die deutschen Hoheitsgewässer erteilt.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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