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Wie soll Olympia aussehen?

Dialogreihe für Bürger Wie soll Olympia aussehen?

Erinnerungen an 1972, Meinungen zum Olympiazentrum heute und die Vorstellungen von einem attraktiven Segelstandort 2024 für Sportler und Besucher – zu den drei Themenbereichen sind die Bürger Kiels in dieser Woche aufgerufen, ihre Ideen bei der Dialogreihe „Unser Olympia“ abzugeben.

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Wie könnte das Olympiazentrum 2024 aussehen? Erste Planungen wurden im Rathaus präsentiert.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. 30 ausgefüllte Fragebögen kamen bei der Auftaktveranstaltung am Dienstag zusammen. Die Veranstalter hoffen auf weitere Beiträge von Bürgern, die in die Planungen zu den olympischen Segelstandorten einbezogen werden sollen.

 „Es ist nicht einfach, eine ganze Stadt mitzunehmen. Olympia bewegt viele, auch die Gegner“, so Stadtrat Gerwin Stöcken beim ersten Dialog. Darum sei es besonders wichtig, die Kieler bereits zu einem frühen Zeitpunkt zu beteiligen und ihre Ideen in die Planung mit einzubeziehen. „Es ist Zeit, dass die Kieler Köpfe zum Thema rauchen“, so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer.

 An mehreren Stationen erhielten die Gäste zunächst Anregungen der Planer und alle Informationen zum Hauptstandort in Schilksee mit möglichen Blickpunkten für Zuschauerränge sowie dem Nebenstandort Holtenau, an dem Unterkünfte für Gäste und Organisatoren errichtet werden könnten. Danach sollten die sechs zentralen Fragen auf einem Meinungsbogen beantwortet werden, unter anderem, wie Schilksee zum weltweiten Vorreiter für Segelwettbewerbe werden kann.

 Tatsächlich kamen vielseitige Vorschläge von den Bürgern, die einen ganz anderen Blick auf Olympia 2024 haben als die Planer, die sich derzeit mit der Machbarkeitsstudie zum Olympiahafen Schilksee auseinandersetzen. „1972 war die Stadt in Aufbruchstimmung und hat einen enormen Schritt nach vorn gemacht in Sachen baulicher Infrastruktur“, erinnert sich Reinhard Penner.

 Der gebürtige Kieler würde jeden Tag die Segelveranstaltungen besuchen, falls Olympia wieder nach Kiel kommt. „Wir haben jedes Jahr bei der Kieler Woche ein Riesen-Segelevent. Es wird schwer, das zu toppen.“ Er regte an, viel Wert auf das Rahmenprogramm zu legen, um etwa mit Kunstausstellungen auch für Nicht-Segler attraktiv zu sein. Um baulich nicht Probleme mit Leerständen zu bekommen, schlägt der 63-Jährige vor, schwimmende Hotels oder Pontons zu errichten.

 Kraft Schepke, der bei den Olympischen Spielen 1960 im Rudern antrat und zusammen mit seinem Bruder Gold holte, schlug ein Treffen aller ehemaligen Olympioniken vor: „Schon 1972 gab es die ,Aktion Wiedersehen’, ich würde mich freuen, wenn man das wiederbeleben würde.“

 Gänzlich vermisste Maren Nitschke-Frank vom Beirat für Menschen mit Behinderung, dass bei der Planung auf Barrierefreiheit geachtet wird und auch Ideen zu den Paralympics vorgelegt werden.

 Die Vorschläge und Anregungen der Bürger werden im Anschluss der Stationen-Tour zu großen Oberthemen zusammengefasst und in den planerischen Leitfaden der Machbarkeitsstudie einbezogen. „Wir versuchen, die größtmögliche Schnittmenge zwischen Planern und Bürgern zu erreichen und hoffen auf weitere Vorschläge“, so Felix Schmuck, Planungsleiter der Projektgruppe Olympia.

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