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Filet-Grundstück steht zum Verkauf

Droysenstraße Filet-Grundstück steht zum Verkauf

Eine knapp 3000 Quadratmeter große Baulücke in bester Lage soll geschlossen werden. Die Stadt möchte das Grundstück Droysenstraße Ecke Waitzstraße/Knooper Weg verkaufen, damit hier, in unmittelbarer Nähe zur Holtenauer Straße, Wohnungen entstehen können.

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Auf dem Filet-Grundstück Droysenstraße/Waitzstraße/Knooper Weg sollen bald Wohnungen entstehen.

Quelle: Christoph Jürgensen

Ravensberg. Die Ausschreibung läuft gerade an. Wer von den Bewerbern der künftige Bauherr werden will, muss eine ganze Reihe von Rahmenbedingungen erfüllen.

 Vor dem Zweiten Weltkrieg erstreckte sich an der Ecke Waitzstraße/Knooper Weg eine geschlossene Blockrandbebauung aus der Kaiserzeit. Nach der Zerstörung wurde sie nicht wieder aufgebaut. Es entstand ein Parkplatz für knapp 90 Pkw, der sehr stark genutzt wird. Nun soll dieses Areal bebaut werden. Antje Wirtz von der städtischen Immobilienwirtschaft berichtete im Ortsbeirat über die Anforderungen, die das Ausschreibungs-Exposé an einen potenziellen Investor stellt.

 Hintergrund: In seiner Novembersitzung hatte der Ortsbeirat Befürchtungen geäußert, dass die Rahmenbedingungen im Vorfeld abschrecken könnten, etwa bei den vorausgesetzten Baustandards. So soll sich der Käufer vertraglich zur Einhaltung von Normen verpflichten, die weit über die geltende Energieeinsparverordnung (EnEV) hinausgehen. „Diese Energiestandards sind Ratsbeschluss“, erklärte Wirtz dazu. „Sie sind bei allen Grundstücksverkäufen anzuwenden.“ Und ergänzte: „Wir haben damit bislang keine Probleme gehabt.“

 Ein Stolperstein könnte die Anzahl der Parkplätze sein, die der Bauherr auf dem Grundstück schaffen muss – womöglich in einer doppelstöckigen und damit besonders kostspieligen Tiefgarage. Denn er soll nicht nur Stellplätze für die neu errichteten Wohnungen – die genaue Anzahl ist noch nicht bekannt – nachweisen. Er muss auch die auf dem Grundstück für den Hausbau weggefallenen Stellplätze ersetzen. Das sei eine klare Bedingung dafür, dass das Grundstück überhaupt als öffentlicher Parkplatz entwidmet werden kann, erläuterte Wirtz.

 Bei der Bewerbung um den Kauf und die Bebauung des Grundstücks sollen bestimmte Wohnkonzepte bevorzugt werden. „Begrüßt wird ein Wohnprojekt mit einem altersunabhängigen Wohn- und Unterstützungsangebot für Menschen ohne und mit Unterstützungs- und Hilfebedarf“, heißt es im Exposé. „Das halte ich für sehr wichtig gerade in unserem Stadtteil, wo viele Menschen bis ins hohe Alter leben möchten“, sagte Ulrike Kahlert (Grüne). „Stichwort: inklusives Wohnen.“

 Klimaschutz, Parkplätze, bestimmte Wohnformen: Bei den Ansprüchen, die die Ausschreibung an die künftige Bebauung stellt, befürchtet Matthias Triebel (Grüne) einen „gewissen Zielkonflikt“: „Alles zusammen beißt sich und macht die Sache teuer. Man muss Prioritäten setzen.“ Auch Architekt Harald Krüger meinte: „Es geht – wird aber eine knappe Nummer und wahnsinnig teuer.“ Antje Wirtz verwies hingegen darauf, dass sie bereits nach Veröffentlichung des Exposés zahlreiche Anrufe von möglichen Interessenten bekommen habe.

 Der Beginn der Ausschreibung steht nun unmittelbar bevor. Aus den eingereichten Konzepten will die Stadt später einen Favoriten auswählen und die Planung noch vor der Unterzeichnung eines Kaufvertrages im Ortsbeirat vorstellen.

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