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Hausaufgabenhilfe benötigt

Kiel-Ellerbek Hausaufgabenhilfe benötigt

Das neue Quartiersbüro „Port 9“ in Ellerbek, Poppenrade 9, ist ein Ort der Begegnung und Beratung. Besonders Kinder kommen gern nach der Schule in den Treffpunkt, um dort ihre Hausaufgaben zu machen – so gern, dass dringend ehrenamtliche Unterstützung gebraucht wird.

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Luba Bobritschenko (l.) hofft auf ehrenamtliche Unterstützung, denn viele Kinder kommen nachmittags zum „Port 9“, um Hausaufgaben zu machen und zu spielen.

Quelle: Karin Jordt

Kiel. Viele verschiedene Nationen sind vertreten, wenn die Mädchen und Jungen dreimal pro Woche nachmittags mit ihren schweren Schulranzen zum Treffpunkt gehen. Oft stehen die Kinder schon vor der Tür, wenn Luba Bobritschenko kommt und das Quartiersbüro aufschließt. „Erst Hausaufgaben machen, dann spielen“ heißt ihr Grundsatz.

 Bei der Hausaufgabenbetreuung könnte sie noch gut Unterstützung gebrauchen und hofft, dass sich Menschen finden, die motiviert sind, sich Zeit für die Mädchen und Jungen zu nehmen. Alle Schularten und Altersgruppen seien vertreten, im Durchschnitt seien die Kinder etwa neun bis zehn Jahre alt. Dabei geht es nicht nur um die Betreuung bei den Aufgaben für die Schule, sondern auch um ganz verschiedene Aktivitäten und die Verbesserung der Deutschkenntnisse. „Die Kinder kennen sich und sind eine Gemeinschaft geworden“, sagt Luba Bobritschenko. Daher treffe man sich auch in den Ferien: „Dann backen wir zum Beispiel Pizza oder Plätzchen.“

 Dass im Bereich Poppenrade, wo gut 500 Menschen leben, etwa die Hälfte der Mieterschaft einen Migrationshintergrund hat, ist eine besondere Herausforderung – sowohl für die Nachbarschaft als auch für die Wohnungsbau-Genossenschaft Kiel-Ost, die begonnen hat, die Wohnblocks attraktiv zu sanieren. Um den Mietern einen Treffpunkt zu bieten, in dem sie sich austauschen, Beziehungen knüpfen, mit gestalten und Ideen einbringen, aber auch Fragen loswerden können, richtete die Baugenossenschaft das Quartiersbüro „Port 9“ in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Altholstein ein.

 Für junge Mütter gibt es dort bereits Cafetti, ein Frühstück mit Krabbelgruppe, auch zum offenen Nachmittagskaffee und zur Beratung wird eingeladen. Ziel ist, die Nachbarschaft zu stärken und mit anderen Einrichtungen zu kooperieren. Dabei setzen die Organisatoren verstärkt auf ehrenamtliche Unterstützung: Wenn ältere Anwohner die Schulkinder unterstützen, werden auch Begegnungen zwischen den Generationen gepflegt. Auch alleinstehende oder arbeitslose Menschen könnten durch Aktivitäten im Quartiersbüro aus der Isolation geholt werden.

 In der ehemaligen Tröndelapotheke, wo die Ellerbeker früher ihre Medikamente bekamen, sind nun die Anlieger eingeladen, selbst Ideen zu verwirklichen: Kochen, Handarbeiten, Spiele-Nachmittage für Senioren, Aktionen, Informationsaustausch, Deutschkurse oder Feiern – vieles ist möglich. Auch eine Spielecke für Kinder gibt es. Sprechstunde hat Luba Bobritschenko dienstags, 9 bis 12 Uhr, donnerstags, 14 bis 15 Uhr, und nach Vereinbarung im Quartiersbüro „Port 9“, Poppenrade 9, Tel. 0431-79962082.

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