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Beim Spaziergang wuchs die Mängelliste

Elmschenhagen/Kroog Beim Spaziergang wuchs die Mängelliste

Wer testen möchte, ob Fußwege sicher und barrierefrei sind, macht sich am besten per pedes auf, um Bürgersteige und Wanderwege unter die Lupe zu nehmen. So hatte die Verwaltung auch in Elmschenhagen und Kroog zu vier Planungsspaziergängen eingeladen.

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In Elmschenhagen-Nord wird der Zebrastreifen auf der Wiener Allee oft von Autofahrern übersehen. Bei der Begehung wurde auch dieser Überweg genauer betrachtet.

Quelle: Karin Jordt

Elmschenhagen/Kroog. Ziel ist es, ein Netz von Fußwegeachsen und Kinderwegen im Stadtgebiet zu entwickeln. Stolperfallen und schlechte Beleuchtung, schmale, matschige und zugewachsene Pfade, Barrieren für Menschen mit Behinderungen, unübersichtliche Kreuzungen, verdreckte Verkehrszeichen und zugeparkte Bürgersteige: Zahlreiche Anlieger nutzten die Gelegenheit, ihre Beschwerden und Anregungen bei Christian Stamer und Rainer Bohn vom Tiefbauamt sowie Alexander Gardyan und Laura Jurkewitz vom IKS Ingenieurbüro für Stadt- und Mobilitätsplanung loszuwerden.

Ist ein Zebrastreifen sinnvoll?

So wiesen Anwohner bei den Rundgängen darauf hin, dass der Zebrastreifen in der Wiener Allee am Andreas-Hofer-Platz immer wieder von Autofahrern übersehen werde. An der Hermann-Löns-Schule lässt sich die Situation ebenfalls verbessern. Dort sind Rad- und Fußweg durch eine Absperrung getrennt, an der viele Schüler ihre Fahrräder anschließen und damit die Wege noch schmaler machen. Auch für die anderen Schulen und die beiden Jugendtreffs des Stadtteils wurde empfohlen, die Sicherheit im Straßenverkehr für die Kinder noch einmal zu prüfen. An den Bushaltestellen beim Schulzentrum und in der Franzensbader Straße an der Einmündung des Pfaffensteigs wurde diskutiert, ob Zebrastreifen sinnvoll seien. Da die Franzensbader Straße bei der Einmündung zur Allgäuer Straße sehr breit ist, wurde dort eine Mittelinsel vorgeschlagen.

Haltepunkt und ein besserer Winterdienst

In Kroog wurde angeregt, die Tempo-30-Zone auszuweiten, weitere Ruhebänke aufzustellen und die Verbindungswege zwischen Rarsrott und Partenkirchener Straße sowie zwischen Partenkirchener Straße und Rönner Weg in Ordnung zu bringen. Gefordert wurden weiterhin ein besserer Winterdienst, die Pflege des Bewuchses am Bahnübergang Stechwiese und eine eindeutige Beschilderung an den Wanderwegen rund um den Wellsee. Dort kommt es immer wieder zu Konflikten, weil nicht bekannt ist, dass auch Radfahrer die Wege nutzen dürfen, aber Hunde an die Leine müssen, weil es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt. Krooger erinnerten außerdem daran, dass seit Jahren ein Haltepunkt an der Bahnlinie gefordert wird.

Nach den Rundgängen mit den Anliegern nehmen die Planer nun eine lange Liste von Anregungen mit. „Wir werden alle Anmerkungen prüfen und schauen, wie wir sie in das Konzept einbauen können“, sagte Gardyan und versprach: Mit Vorschlägen für Handlungsschwerpunkte werde das Team dann demnächst erneut in den Ortsbeirat kommen.

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