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Fähranleger Falckenstein wird wieder angefahren

Kiel Fähranleger Falckenstein wird wieder angefahren

Der Fähranleger in Falckenstein war am Dienstag wegen Vandalismus gesperrt. Die Lindenau-Werft konnte einen fehlenden Bolzen in kurzer Zeit wieder ersetzen, so dass der Fährbetrieb mittlerweile wieder möglich ist.

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 Der Fähranleger in Falckenstein ist ab sofort gesperrt.

Quelle: Ingrid Haese (Archiv)

Kiel. Die Anleger der Fördedampfer sind immer öfter Ziel von Vandalismus. Der Anlegeponton Falckensteiner Strand musste sogar gesperrt werden, nachdem Unbekannte dort in der Nacht zum Dienstag zwei schwere Bolzen der Ponton-Halterung gelöst hatten. Einer dieser etwa zwölf Kilogramm schweren Bolzen wurde inzwischen von Tauchern neben dem Anleger gefunden und wieder eingesetzt. Der zweite Bolzen blieb aber auch nach der Absuche des Meeresbodens verschwunden.

„Der wird jetzt neu angefertigt“, sagt Ansgar Stalder, Betriebsleiter der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK). Den 36 Zentimeter langen Bolzen aus Nirosta-Stahl baute die  Lindenau Werft in Friedrichsort in kürzester Zeit nach, so dass der Anleger bereits am Dienstagnachmittag wieder angefahren werden konnte. „Kiel ist ja zum Glück noch eine Industriestadt. Da lässt sich so etwas auch schnell nachbauen.“, sagte Stalder.

Ein Rätsel ist aber für Stalder die Frage, wie der oder die Täter den schweren Bolzen überhaupt lösen konnten? „Entweder hatte der Täter Werkzeug mit oder er hatte sehr viel Kraft“, rätselt der Betriebsleiter. Da die Bolzen die großen Stahlklammern an den Dalben sichern, sind sie die wichtigste Sicherung des tonnenschweren Anlegepontons. Ohne Bolzen war ein sicheres Anlaufen des Anlegers durch die Fördefähren nicht mehr möglich.

In Falckenstein hatte Vandalismus bereits im Februar 2013 für Schlagzeilen gesorgt. Damals war eine mehr als 700 Kilogramm schwere Steinplatte mit der eingravierten Jahreszahl der Einweihung verschwunden. Sie wurde später etwa 100 Meter vom Anleger entfernt im Wasser gefunden. Die Fälle  in Falckenstein sind keine Ausnahme.  Immer wieder waren in den vergangenen Wochen Fälle an den Anlegern gemeldet worden. Besonders im Fadenkreuz der unbekannten Täter sind Rettungsmittel. Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel musste bereits etliche Rettungsringe und auch Rettungsstangen in diesem Jahr erneuern.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Der Fähranlager in Falckenstein ist erneut Ziel von Vandalismus geworden.

Der Fähranlager in Falckenstein ist erneut Ziel von Vandalismus geworden. Wenige Tage nachdem Unbekannten zwei Stahlbolzen der Halterung und Rettungsgerät entwendeten, wurde in der Nacht zum Sonntag das Wartehäuschen Ziel von Randalierern.

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