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Positive Bilanz des Kulturfrühlings

Kiel-Gaarden Positive Bilanz des Kulturfrühlings

Ihre Premiere erlebten die Gaardener Kulturtage im Mai 2007. Alle Jahre wieder zeigte sich der Stadtteil seither in geballter Form von seiner kreativen Seite, diesmal jedoch nach grundlegend anderem Konzept.

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Ein gar köstliches „Märchen-Massaker“ richteten Schauspieler des Werftpark-Theaters am letzten Kulturfrühlingswochenende im Medusa an. Der Abend gehörte zu den diesjährigen Highlights.

Quelle: Sven Ewers

Kiel-Gaarden. Statt über vier Tage erstreckte sich das erbauliche Geschehen über acht Wochen.

 Hat sich das bewährt? Im Prinzip ja, verlautet es wörtlich oder zumindest inhaltlich aus allerlei Ecken. Beispielsweise aus der Medusastraße, wo das im Kulturfrühling koordinierend tätige Stadtteilbüro sitzt. Silke Solbach hat nach den letzten Aktionen am Wochenende etliche Rückmeldungen von Veranstaltern erhalten und dabei rundweg Zufriedenheit über den zeitlich erweiterten Rahmen vernommen. „Eine andere Frage ist aber, ob wir 2016 wieder acht Wochen oder vielleicht nur vier oder sechs machen“, schränkt die Frau vom Stadtteilbüro ein.

 Auffallend war jedenfalls, dass es beispielsweise Anfang Mai mehrere Tage ohne ein einziges Angebot gab und der Gedanke des frühlingshaften Kulturblütenreigens entsprechend durchhing. Das spräche aus Sicht von Silke Solbach klar für einen strafferen Zeitrahmen. Andererseits zeigte sich das Programm am 9. und 10. Mai, dem klassischen Termin der früheren Kulturtage, so vollgestopft, dass es schlicht unmöglich war, alle Angebote wahrzunehmen. „Da war auch etwas Pech dabei“, meint Silke Solbach. So war der Termin für die mit dem Tag der Städtebauförderung verbundene Einweihung der Stadtteilschule ebenso lange vorab festgelegt wie der Tag der offenen Luke im Museumshafen. Gleichwohl sieht auch die Koordinatorin aus dem Stadtteilbüro noch Optimierungspotenzial in Form von besserer Abstimmung.

 Erfreut ist Silke Solbach auf der anderen Seite über eine ganze Reihe von Aspekten des Kulturfrühlings. Etwa darüber, dass der Vorsatz der Akteure, häufiger gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen, vielfach umgesetzt wurde. Sogar bis zum allerletzten Tag, als die Jüdische gemeinsam mit der Türkischen Gemeinde zu einem Konzert bat. Angebahnt wurden im Kulturfrühling auch längerfristige Kooperationen mit dem Theater Die Komödianten und der städtischen Musikschule.

 Ebenfalls positiv fiel auf, dass sich das gastronomisch wiederbelebte Café Medusa stark als Spielstätte etabliert – und das übrigens nicht nur im Kulturfrühling. Auch dort gab es ein Highlight fast zum Schluss, ein wunderbares und bestens besuchtes „Märchen-Massaker“ von Werftpark-Schauspielern. Ebenfalls herausragend war die erstmals organisierte orientalische Schwimmnacht in der Schwimmhalle Gaarden. Wie die Kulturtage 2016 aussehen werden, das soll in nächster Zeit wieder ganz demokratisch beraten und beschlossen werden. Nach bewährtem Modell aus diesem Jahr erhalten die Träger dann wieder in einer Online-Umfrage Gelegenheit zu ersten Einschätzungen, die dann ganz klassisch von Mensch zu Mensch vertieft werden.

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