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Stricken für den guten Zweck

Kiel-Gaarden Stricken für den guten Zweck

So ganz klappt es noch nicht mit dem im Sommer angeschobenen interkulturellen Nadelklappern im Bürgertreff der Räucherei. Gehäkelt und gestrickt wird weiterhin überwiegend im Kreise alteingesessener Frauen vom Ostufer.

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Viele warme Sachen haben die Frauen in der Räucherei für einen guten Zweck gestrickt.

Quelle: Martin Geist

Gaarden. Was aber nichts daran ändert, dass es ausgesprochen produktiv zur Sache geht. Unzählige Mützen, Schals, Handschuhe und Stulpen in allen erdenklichen Farben und Mustern sind in den vergangenen Monaten entstanden. Dank des Fleißes der seit Jahren aktiven und rein ehrenamtlich zu Werke gehenden kreativen Frauengruppe und auch dank der Tatsache, dass doch immer wieder mal Gäste dazustoßen.

Wort gehalten haben die Frauen mit ihrem Versprechen, die Wollsachen jenen zu spenden, die es am nötigsten haben. Nur zum kleineren Teil sind das Flüchtlinge – unter ihnen ausschließlich die Allerkleinsten. Kerstin Nelson und Birgit Stöcken von der Unterkunft im Schusterkrug nahmen für die Arbeiterwohlfahrt vornehmlich Mützen in Mini-Größen entgegen. Bereits 41 neue Erdenbürger wurden dieses Jahr im Schusterkrug begrüßt, Wärmendes für den deutschen Herbst und Winter können die Säuglinge jetzt tatsächlich wunderbar gebrauchen.

Über Sachen für Erwachsene freut sich derweil die Initiative für Kieler Obdachlose und ihre Vierbeiner. „Der Bedarf ist groß“, sagt Andrea Wigger, eine der etwa 40 bis 50 Aktiven, die sich für bisweilen 50 und mehr Obdach- oder Wohnungslose einsetzen.

Gute Taten mit ihrem Hobby verbinden wollen die Gaardenerinnen auch in Zukunft. Sie haben schon weitere Zielgruppen für neue Spenden im Visier. Und das, wenn man so will, zum Teil auch ein kleines bisschen aus Eigennutz. Längst schon sind Verwandte und Bekannte der eifrigen Handarbeiterinnen so gut versorgt, dass es motivierend wirkt, jetzt auch Menschen zu erreichen, die wirklichen Bedarf haben.

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