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Vinetazentrum bleibt länger geschlossen

Kiel-Gaarden Vinetazentrum bleibt länger geschlossen

Renovierungen sind immer für Überraschungen gut. Entsprechend unüberraschend trifft das auch aufs Vinetazentrum zu. Das Sozialzentrum, oft von mehreren Hundert Menschen am Tag besucht, muss wegen zusätzlich notwendiger Arbeiten länger geschlossen bleiben als geplant.

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Marco Schütt und seine Kollegen von der Firma Egger aus der Holtenauer Straße werden noch eine ganze Weile zu malen haben.

Quelle: Martin Geist

Gaarden. Ende Juni hatte das Mehrgenerationenhaus am Vinetaplatz mit tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung ehemaliger Bürgerarbeiter sein Gebäude geräumt. Grenzwertig hygienischer Uralt-Teppichboden, schlechte Schallisolierung, lecke Wasserrohre, das waren die gröbsten Unzulänglichkeiten, die in dem städtischen Gebäude, in dem sich auch die Stadtteilbücherei befindet, beseitigt werden sollten.

 Doch es kam mehr dazu. Heraus stellte sich das nach einem Besuch der Feuerwehr, die diese Örtlichkeit unter brandschutztechnischen Aspekten ins Visier genommen hatte. Der Befund: Mit Schönheitsrenovierungen und Rohrsanierung ist es nicht getan. So genügt die Elektrik nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen und muss in großem Umfang auf Vordermann gebracht werden. Mehr noch: Den Einbau einer Brandschutzdecke hält die Feuerwehr ebenfalls für notwendig.

 „Schön ist es nicht, aber hinterher haben wir es dann sicher und ordentlich.“ Mit diesen Worten kommentiert Petra Tudor vom Vorstand der fürs Vinetazentrum zuständigen Stadtteilgenossenschaft Gaarden die neue Situation. Jede Menge Probleme sind damit gleichwohl verbunden. Ebenso wie die Stadtteilbücherei ist fürs Vinetazentrum der Gewohnheitseffekt des Stammpublikums wichtig. Denn wer viele Jahre regelmäßig gekommen ist und das nun für mehrere Monate nicht mehr kann, orientiert sich möglicherweise dauerhaft anders.

 Davon abgesehen gibt es Fragezeichen um wichtige Angebote. So soll nach den Ferien das Projekt „Unsere Schule im Stadtteil“ (Uschi) mit jungen Müttern, die ihren Haupt- oder Realschulabschluss nachholen, mit neuen Teilnehmerinnen anlaufen. Wann und wo das geschehen kann, ist aber einstweilen unklar.

 Einige regelmäßige Veranstaltungen indes konnten bereits in Ersatzräume verlagert werden. Die Tauschbörse, das deutsch-afrikanische Projekt „Sisters“, der Konversationskurs und andere Gruppen weichen ins benachbarte ehemalige Büro der City-Supporter aus. Außerdem stellt das Kieler Fenster in der Elisabethstraße Räume zur Verfügung, wenn sie nicht für eigene Zwecke benötigt werden.

 Gut möglich ist jedoch, dass sich diese Provisorien als nicht ausreichend erweisen, sollten sich die Handwerker deutlich länger als angenommen am Haus zu schaffen machen. Das Problem ist nur, dass derzeit planerisch kaum darauf eingegangen werden kann, weil schlichtweg niemand zu sagen vermag, bis wann mit einer Wiedereröffnung zu rechnen ist. „Es ist ganz schwierig“, gibt Petra Tudor zu und hofft, dass das Vinetazentrum wenigstens mit einer moderaten Verzögerung durchkommt.

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