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Geldregen bei der Gewerbesteuer

Kiel Geldregen bei der Gewerbesteuer

Im Rathaus gibt es Grund zum Jubeln: Die Gewerbesteuer entwickelt sich deutlich besser als prognostiziert und wird den Stadtoberen dieses Jahr wahrscheinlich einen warmen Geldregen bescheren.

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Für 2015 zeichnen sich satte Einnahmen in Höhe von 130 Millionen Euro ab, teilte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer mit.

Quelle: dpa

Kiel. Für 2015 zeichnen sich satte Einnahmen in Höhe von 130 Millionen Euro ab, teilte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer mit. Das sind 41,8 Millionen Euro mehr, als eingeplant waren. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre (2012 bis 2014) betrugen die jährlichen Einnahmen lediglich rund 82 Millionen Euro, im Haushaltsplan 2015 waren 88,2 Millionen Euro vorgesehen.

 Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer seien in den vergangenen Jahren „stabil schlecht“ gewesen, nun aber scheine sich die Lage der Unternehmen zu verbessern, nannte Kämmerer Wolfgang Röttgers als Grund für den Anstieg. „Schleswig-Holstein hinkt der bundesweiten wirtschaftlichen Entwicklung – im Positiven wie im Negativen – in der Regel hinterher.“ Viele deutsche Städte hätten sich bereits in den zurückliegenden Jahren über steigende Einnahmen freuen können. „Ich hoffe, dass sich aus dem sich abzeichnenden guten Ergebnis nun auch für Kiel ein positiver Trend entwickelt“, erklärte Röttgers.

 Rund 35,3 Millionen Euro der höheren Steuereinnahmen kommen nach Abzug der Gewerbesteuerumlage, die an Bund und Land abgeführt werden muss, dem städtischen Haushalt zugute. Natürlich hat Kämpfer schon Pläne für den Einsatz dieser Mittel. „Wir werden das Geld verwenden, um sich bereits abzeichnende Mehrbedarfe im Ergebnisplan, zum Beispiel im Bereich der Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern, abdecken zu können“, sagte er. „Darüber hinaus können wir damit das geplante Haushaltsdefizit für 2015 (53,8 Millionen Euro) deutlich verringern.“ Die nötigen Anpassungen würden nun in einem Nachtragsetat für 2015 berücksichtigt und voraussichtlich im September von der Ratsversammlung beschlossen.

 Trotzdem mahnten Verwaltungschef und Kämmerer, weiter an der Konsolidierung der Finanzen zu arbeiten. „Von einem ausgeglichenen Haushalt ist Kiel immer noch ein gutes Stück entfernt“, betonten sie in einer gemeinsamen Erklärung. „Größere Sprünge kann die Stadt sich nicht leisten, weil sie auch mit diesen Mehreinnahmen im Jahr 2015 immer noch mehr ausgeben muss, als sie einnimmt.“

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Ein Artikel von
Uta Wilke
Redaktion Lokales Kiel/SH

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