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Größerer Zuschuss für das Hörn-Bad

Baumaßnahmen im Plan Größerer Zuschuss für das Hörn-Bad

Das Sport- und Freizeitbad an der Kieler Hörn nimmt Gestalt an. Die Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan. Sportdezernent Gerwin Stöcken hatte eine weitere gute Nachricht für den Finanzausschuss: Der Neubau belastet die Stadtkasse um knapp drei Millionen Euro weniger als erwartet.

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Noch ist es eine Baustelle. Bis 2017 soll an der Hörn das weiße Gebäude in der Form einer liegenden Eins mit Kantenlängen von 124 und 82 Metern entstehen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Am Kostenrahmen von insgesamt 26,5 Millionen Euro ändert sich zwar nichts, doch die Stadt erhält über Städtebaufördermittel eine erhöhte Zuweisung des Landes von 2935500 Euro. Schon beim Spatenstich im Mai 2015, am Tag der Städtebauförderung, brachte Regierungschef Torsten Albig zwei Bewilligungsbescheide von Bund und Land in Höhe von insgesamt 11,3 Millionen Euro (700000 Euro kommen von der Investitionsbank) mit, die höher als erwartet ausfielen. Gleichzeitig hatte sich aber auch das Gebäude, das das pbr Planungsbüro Rohling (Osnabrück) entworfen hat, um zwei Millionen Euro verteuert, wie damals Bürgermeister Peter Todeskino einräumen musste. Zusätzlich 553000 Euro kommen zudem durch den von der Ratsversammlung beschlossenen Einbau des Hubbodens im 50 Meter langen Sportbecken obendrauf. Dass die Kosten aus dem Ruder laufen, soll laut Todeskino ein strenges Controlling verhindern.

 Sportdezernent Gerwin Stöcken konnte gestern dem Finanzausschuss versichern, dass bei allen Gewerken bisher alles punktgenau laufe. Das Ziel, die Baukosten für das Sport- und Freizeitbad an der Hörn durch einen möglichst hohen Anteil an Fördermitteln zu reduzieren, sei erreicht worden. „Die knapp drei Millionen Euro mehr an Förderung bedeutet, dass wir weniger Schulden machen müssen.“ Nach Abzug der Förderung durch Bund und Land muss die Stadt jetzt noch einen Investitionsanteil von etwa zwölf Millionen Euro stemmen. Für den Haushalt 2016 werden jetzt 9,165 Millionen Euro angemeldet.

 Wenn Schwimmer ab 2017 ihre ersten Bahnen dort ziehen können, sind acht Jahre nach den ersten Planungen vergangen. Sie lösten zuerst eine große Protestwelle aus. Denn die Stadt läutete mit dem Entschluss, an einem zentralen Standort in Kiel ein neues Schwimmbad zu bauen, die Schließung der alten, maroden Anlagen ein. Ihren Sanierungsstau zu beheben, wäre die Stadt nach eigenen Berechnungen noch viel teurer als der Neubau gekommen. Er soll das bereits geschlossene Hallenbad am Lessingplatz und die sanierungsbedürftige Schwimmhalle Gaarden ersetzen.

Auch dem Freibad Katzheide drohte die Schließung. Die Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“, die für einen dauerhaften Betrieb der Anlage in Gaarden 11600 Unterschriften gesammelt hatte, war jedoch erfolgreich. SPD, Grüne und SSW, die politische Mehrheit im Rathaus, schlossen sich im Oktober ihrem Anliegen an. Wie die Zukunft von Katzheide aussehen könnte, soll aus einem Bürgerbeteiligungsprozess hervorgehen. Den Fortschritt des wettkampftauglichen und behindertengerechten Zentralbades beeinflusse das nicht, versicherte Stöcken.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Hörnbad
Foto: Hier entsteht das 50 Meter lange Sportbecken. Die Stahlbewehrung ist bereits eingebaut. Demnächst wird die 50 Zentimeter dicke Betonsohle gegossen.

Die Arbeiten am Sport- und Freizeitbad an der Hörn gehen sichtbar voran. Boden und Wände einiger Technikräume sind bereits fertig. Das Spaßbecken ist im Rohzustand auch schon zu erkennen. Demnächst wird die Sohle für das 50 Meter lange Sportbecken gegossen.

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