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Feldstraße bis zum Abend gesperrt

Brand in Kiel Feldstraße bis zum Abend gesperrt

Nach einem Brand in der Feldstraße 85 in Kiel muss der Giebel eines Hauses abgerissen werden. Der Bereich zwischen Esmarch- und Düppelstraße bleibt deshalb bis in den frühen Abend für den Verkehr gesperrt. Die Bewohner kommen vorerst in einem Hotel oder bei Freunden und Familie unter.

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Ein Brand in der Feldstraße 85 hat am Montagmorgen die Kieler Wehren in Atem gehalten. Um 2.57 Uhr meldeten Anrufer mehrere Explosionen.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Ein Brand in der Feldstraße 85 hat am Montagmorgen die Kieler Wehren in Atem gehalten. „Um 2.57 Uhr meldeten Anrufer mehrere Explosionen“, sagte Feuerwehrchef Thomas Hinz. Die Scherben der Scheiben des Imbisses im Erdgeschoss waren bis zur anderen Straßenseite geflogen. Über das Treppenhaus breitete sich das Feuer binnen weniger Minuten bis ins Dachgeschoss aus, wo die Flammen durchschlugen. Am Montagmorgen dauerten die Löscharbeiten an. Die Feldstraße bleibt für Aufräum- und Bergungsarbeiten noch für längere Zeit gesperrt.

Betroffen ist der Abschitt zwischen Esmarch- und Düppelstraße. In dem vom Brand verwüsteten Gebäude dürfen die Einsatzkräfte zur Zeit nur über Drehleitern Etage für Etage vordringen. Es ist noch nicht absehbar wann die Feldstraße wieder passierbar ist.

„Der Rettungsweg durch das Treppenhaus war nach der explosionsartigen Ausbreitung des Feuers sofort abgeschnitten“, erklärte der Amtsleiter. Über die Balkone zum Hinterhof mussten 20 Bewohner und ihre Haustiere mit Steck- und Hakenleitern gerettet werden. Mit einer Drehleiter wären wir nicht in den engen Innenhof gekommen.

„Zum Glück haben die Wohnungstüren dem Druck standgehalten, und niemand hat versucht, ins Treppenhaus zu gelangen“, lobte Hinz die Ruhe und Besonnenheit der Bewohner. Sie hätten sich in extremster Gefahr befunden. Insgesamt 30 Menschen kamen unverletzt in einem KVG-Bus unter. Lediglich eine Person sei mit leichter Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Ein Brand in der Feldstraße 85 hat am Montagmorgen die Kieler Wehren in Atem gehalten. „Um 2.57 Uhr meldeten Anrufer mehrere Explosionen“, sagte Feuerwehrchef Thomas Hinz. Die Scherben der Scheiben des Imbisses im Erdgeschoss waren bis zur anderen Straßenseite geflogen. Über das Treppenhaus breitete sich das Feuer binnen weniger Minuten bis ins Dachgeschoss aus, wo die Flammen durchschlugen.

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Mit 54 Einsatzkräften kämpften die Berufsfeuerwehren von Haupt- und Ostwache sowie die zwei freiwilligen Wehren Russee und Suchsdorf gegen die Flammen an. Das Dachgeschoss des Hauses brannte komplett aus, zeitweilig drohte der Giebel abzustürzen. Um 6 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Gewalt. Mittlerweile war auch der Teleskopmast der Schönkirchener Wehr angerückt, um das Dach zu inspizieren.

Fünf Bewohner konnten kurzfristig im Bodelschwingh-Haus der Stadtmission untergebracht werden. „Wir bemühen uns jetzt, schnell andere Unterbringungsmöglichkeiten zu finden und den Menschen eine Unterkunft für die nächste Zeit zu bieten“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der am Morgen zur Brandstelle gekommen war. Eine Rückkehr in das Haus sei vorerst ausgeschlossen.

Einige der 20 Bewohner sind bei Freunden und Familie untergekommen. Andere Bewohner erhalten nach Auskunft der Stadt Kiel ab Nachmittag vorerst ein Zimmer im B & B-Hotel. Die ins Krankenhaus eingelieferte Verletzte war zu Besuch in Kiel und kehrt nach Ende ihres Klinikaufenthalts nach Husum zurück.

Baustatiker der Stadt werden das Gebäude noch am Montag untersuchen. „Mit dem Abriss des Giebels wird jetzt ein Abrissunternehmen beauftragt“, sagte Einsatzleiter Jens Petersen. Dieser sei durch das Feuer so instabil, dass er nach wie vor zu kippen droht. Die Feldstraße bleibt bis in den frühen Abend gesperrt.

Zur Brandursache konnten vorerst keine Angaben gemacht werden. Die Brandermittler der Kriminalpolizei sind vor Ort.

Ein Teil des Dachgiebels muss von einer Spezialfirma im Laufe des Tages abgetragen werden. Er droht zurzeit abzustürzen. Zeitweise waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort die Kieler Berufsfeuerwehr musste von der Freiwilligen Feuerwehr Schönkirchen eine Arbeitsbühne mit Gelenkmast zur Unterstützung anfordern. Die 30 Bewohner des Hauses wurden in Notunterkünften untergebracht. "Wir werden jetzt für sie so schnell wie möglich Ausweichquartiere finden", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der sich am Morgen von Feuerwehrchef Thomas Hinz ein Bild der Lage geben ließ.

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Wieso explodiert mitten in der Nacht ein Döner-Imbiss in der Feldstraße? Diese Frage beschäftigt seit Montag die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft. Es ist nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass bis auf eine Bewohnerin, die eine leichte Rauchgasvergiftung davontrug, niemand zu Schaden kam.

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