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Heiße Tage kurbeln den Wasserverbrauch an

Kiel Heiße Tage kurbeln den Wasserverbrauch an

Planschen, duschen sprengen: Die Hitze der vergangenen Tage hat den Wasserverbrauch in die Höhe schnellen lassen. Am vergangenen Donnerstag verzeichneten die Stadtwerke mit 67113 Kubikmetern die bisher höchste Abgabe in diesem Jahr.

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Foto: Große Hitze, großer Durst: Am 2. Juli fließen über 67000 Kubikmeter Wasser durch die Leitungen.

Quelle: Oliver Multhaup/dpa

Kiel. Das sind über 25 Prozent mehr als am gleichen Tag 2014 mit 53455 Kubikmeter Wasserverbrauch. Der diesjährige Spitzenwert entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 1700 Haushalten oder etwa 350000 Badewannenfüllungen. „Die bisher höchste Tagesabgabe wurde aber am 20. Juni 2000 mit 104000 Kubikmetern Verbrauch gemessen. An dem Tag war es in der Spitze immer über 34 Grad warm“, sagte Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster.

 „Mit dem in der letzten Woche erreichten Spitzenwert haben wir schon jetzt die Rekordabgabe aus dem vergangenen Jahr überschritten. Diese lag am 17. Juni 2014 mit 59599 Kubikmetern immer noch zwölf Prozent unter der bisherigen höchsten Wasserabgabe am 2. Juli“, so Schuster. Die Tagesspitzen in diesem Jahr haben die Stadtwerke mit 3367 Kubikmeter zwischen 11 und 12 Uhr und mit 3358 Kubikmeter zwischen 19 und 20 Uhr gemessen – also in der Mittagszeit und am Abend. „Wir gehen davon aus, dass sich das Füllen der Planschbecken in den Gärten sowie das Wässern der Pflanzen am Mittag und das viele Duschen am Abend auf den Verbrauch ausgewirkt hat“, so Schuster.

 Das kühle Nass wird in vier Wasserwerken hochgepumpt. Dabei übernahm das große Wasserwerk in Schulensee mit 39306 Kubikmetern knapp 60 Prozent der Hauptlast an diesem Tag. Aus dem Wasserwerk Schwentinental flossen mit 15816 Kubikmetern weitere 25 Prozent in die Leitungen. Den Rest lieferten die Wasserwerke Pries mit 8666 und Wik mit 3325 Kubikmetern. In diesen Stationen bereiten die Stadtwerke das aus einer Tiefe von bis zu 240 Metern geförderte Rohwasser auf.

 Die große Tiefe und die Abdeckung durch eine Ton-Mergel-Schicht sorgen dafür, dass es sicher vor Verunreinigungen geschützt ist. Das bedeute, dass das Kieler Wasser anthropogen vollkommen unbelastet, also frei von jeder menschlichen Einflussnahme sei. „Unser Trinkwasser ist klar, von gutem Geschmack und bakteriologisch einwandfrei. Und auch bei lang anhaltenden Hitzeperioden fließt es in großer Menge, zuverlässig und mit exzellenter Qualität durch die Hähne zu den Kunden“, sagte der Sprecher.

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Günter Schellhase
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