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Akkerboom: Jazzfrühschoppen zieht zu den Komödianten

Kiel Akkerboom: Jazzfrühschoppen zieht zu den Komödianten

Der Brand auf dem Hof Akkerboom im Kieler Stadtteil Mettenhof traf auch die hiesige Jazzszene schwer. Denn viele Jahre lang fanden in der Tenne regelmäßig Jazzveranstaltungen statt. Seit 1986 trafen sich Jazzfreunde aus Kiel und Umgebung zum Jazzfrühshoppen. Da das Haupthaus mit Tenne sowie der Kuhstall völlig ausbrannten, drohte die beliebte Reihe bis auf Weiteres auszufallen.

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Erste Hilfe unter Künstlern: Petra Bolek (links) vom Theater Die Komödianten öffnet nach dem Brand auf Hof Akkerboom die Tür für Caprice Sturm und den von ihr organisierten Jazzfrühschoppen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Petra Bolek vom Theater Die Komödianten wollte das um jeden Preis verhindern. „Mir ging es darum, dass die Reihe nicht unterbrochen wird, denn das ist für regelmäßige Veranstaltungen meist tödlich.“ Und so wandte sie sich an die Jazzsängerin Caprice Sturm, die seit 2014 für das Programm verantwortlich ist und bot ihr an, die schon feststehenden Konzerte in das Theater der Komödianten zu verlegen. „Viele der Musiker kennen wir von Veranstaltungen wie ,Jazz und Lyrik’ ohnehin schon“, erklärte Bolek.

 Sturm, die nun passenderweise am Sonntag, 20. September, mit ihrer Blue Water Jazzband die Reihe im kleinen Theater in der Wilhelminenstraße 43 eröffnen wird, zögerte keine Sekunde. „So traurig und tragisch die Umstände auch sind, die Lage des Theaters ist traumhaft“, freute sie sich. Auch die Größe ist fast identisch mit dem alten Spielort. Der Eintritt sei mit 8 Euro zwar etwas teurer geworden, weil die Veranstaltungskosten hier höher sind, aber immer noch zu verschmerzen, findet Sturm. „Außerdem dürfte es viele Teilnehmer freuen, dass erstmals telefonisch Karten reserviert werden können“, erklärte Bolek.

 Auch wenn damit für die nahe Zukunft ein neuer Spielort gefunden wurde, hält die Jazzszene am Hof fest. „In dem Moment, in dem wir wissen, wie es mit Hof Akkerboom weitergeht, planen wir ein Benefizkonzert zugunsten des Wiederaufbaus“, sagte Sturm. Dann wäre es für sie sogar denkbar, beide Standorte zu bespielen. „Das Stammpublikum der jetzigen Reihe bevorzugt traditionellen Jazz. Vielleicht könnte man in der Zukunft den neuen Standort in der Wilhelminenstraße für experimentelle Jazzkonzerte nutzen“, hat die Sängerin schon Ideen für die Zukunft.

 Durch Petra Steffens von der Räucherkate Wattenbek erfuhr der Hof Akkerboom eine weitere Unterstützung in der Konzertorganisation. Sie erklärte sich bereit, das Konzert von Brian McNeill am Sonntag, 23. August, das zunächst abgesagt werden musste, in die Räucherkate in der Dorfstraße 16 in Wattenbek zu verlegen. Der schottische Folkmusiker McNeill plant, ab 18 Uhr zugunsten des Hofes Akkerboom ein komplett anderes Konzert zu spielen. Außerdem werden Mitglieder des Hofes an diesem Abend über die aktuelle Situation und die absehbare Zukunft sprechen.

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