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Hoffnungsschimmer für marode Kiellinie

Bauausschuss Hoffnungsschimmer für marode Kiellinie

Das Land unterstützt die Landeshauptstadt bei der Umgestaltung der Kiellinie und der damit verbundenen Sanierung der Spundwände. Das teilten Baustadträtin Doris Grondke und Petra Holtappel, Leiterin des Grünflächenamtes, am Donnerstag im Bauausschuss mit.

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Die Kiellinie soll aufgewertet werden.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. „Die Kiellinie ist mehr als eine Promenade. Sie ist die Visitenkarte der Stadt“, sagte Holtappel bei der Vorstellung der Pläne. Deshalb sei es wichtig, dass an dieser zentralen Stelle nun endlich etwas passiere. „Das Thema beschäftigt uns ja nun schon wirklich viele Jahre.“

Zwischen Ostseekai und Tirpitzhafen soll die Kiellinie neu gestaltet werden, aber auch das Gebiet zwischen Düsternbrooker Weg, Krusenkoppel, Düsternbrooker Gehölz, Schlieffenallee, Feldstraße und Orchideenwiese ist Teil der vorbereitenden Untersuchung für die Umgestaltung, über die der Bauausschuss am Donnerstag abstimmte. Auch die Spundwände am Finanzministerium und am Berthold-Beitz-Ufer sollen im Rahmen der Neugestaltung saniert werden.

Kiel habe mit der Kiellinie eine nahezu einmalige Uferstrecke, deren Potenzial deutlich angehoben werden könne, heißt es in der Beschlussvorlage. Mit kleineren und größeren Maßnahmen soll die Aufenthaltsqualität entlang der Förde verbessert werden. Das heißt, dass dort unter anderem Spiel- und Sportangebote eingerichtet werden sollen. Außerdem sollen die grünen Gebiete in unmittelbarer Nähe der Förde, wie beispielsweise das Düsternbrooker Gehölz oder der Diederichsenpark, besser angebunden und stärker Teil der Kiellinie werden. Das bedeutet, dass die Wegeführung sich verändern soll und Aussichtspunkte geschaffen werden.

Zwei Drittel der Gesamtkosten werden nach Angaben des Grünflächenamtes über das Stadtgrün-Förderprogramm von Bund und Land finanziert. Die Landeshauptstadt trägt dementsprechend ein Drittel der Kosten selbst. Wie teuer die gesamte Umgestaltung sein wird, steht aber noch nicht fest. Für die vorbereitenden Untersuchungen und die Planungen rechnet die Verwaltung derzeit mit Kosten von gut 600000 Euro. Die Kosten für Sanierung der Ufereinfassungen hatte das Tiefbauamt bereits im Frühjahr auf 35 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 geschätzt.

Vom Bauausschuss wurde das Vorhaben der Verwaltung begrüßt. Einstimmig votierten die Mitglieder für die Vorlage der Verwaltung. „Es kann nicht schlimmer sein als im Moment“, sagte Wolfgang Homeyer (CDU) in Hinblick auf die Absperrungen entlang der Spundwand am Berthold-Beitz-Ufer.

Von Anne-Kathrin Steinmetz

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