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Schifffahrtsamt ist frisch renoviert

Holtenau Schifffahrtsamt ist frisch renoviert

Das zweistöckige Gebäude mit wilhelminischer Fassade neben dem Neubau in kubischer Form, beides verbunden mit einem gläsernen, lichtdurchfluteten Foyer: So präsentierte am Freitag das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau sein saniertes Amt und sein neues Bürogebäude.

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Ein klangvoller Gruß für das historische Dienstgebäude des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau: (von rechts) Helmut Bork, Torsten Fehse, Olaf Hartmann und Uwe von Kran vom Lotsengesangsverein Knurrhahn.

Quelle: Karina Dreyer

Holtenau. In beides investierte der Bund rund fünf Millionen Euro. Vertreter der Stadt, der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH), Amtskollegen, Bürgermeister aus den Gemeinden am Kanal, Kanalfreunde und der Lotsengesangverein Knurrhahn kamen zur feierlichen Wiedereröffnung. Sogar die Sonne schien und hob die blauen Wasserstandspegel der Künstlerin Kristin Grothe auf den Glaswänden des Foyers hervor. Sie dienen als Verschattungselemente des Atriums und gingen aus einem Kunst-am-Bau-Wettbewerb hervor. Das farbenkräftige Kunstwerk verbindet die beiden Gebäude.

 Im April 2013 war der 1200 Quadratmeter große, kubusförmige und maritimanmutende Neubau mit geneigten Traufen und prägnanter Dachlandschaft fertig. Eine lichte Atmosphäre motiviert nun die 80 Mitarbeiter, „die sich für ein leuchtendes Grün an den Flurwänden entschieden haben“, erklärte Matthias Visser, stellvertretender Amtsleiter. Noch führt der Westeingang zu zwei Baracken, in denen vor ein paar Jahren ein Teil des IT-Bereichs untergebracht wurde, doch sie werden bald abgerissen. Im Mai dieses Jahres wurde die Sanierung des 1600 Quadratmeter großen Amtsgebäudes aus dem Jahre 1895 abgeschlossen. Dabei sollte das ehrwürdige Haus erhalten bzw. in den ursprünglichen Zustand aus der Entstehungszeit zurückversetzt werden.

 „Dieser Klang und diese Resonanz, darauf habe ich mich schon ganz lange gefreut“, sagte Hausherr Dieter Schnell, Leiter des WSA Kiel-Holtenau, bei der Begrüßung im historischen Sitzungssaal, der nun wieder im alten Glanz erstrahlt. „Dazu wurde die in den 70er-Jahren gezogene Zwischendecke des historischen Sitzungsaals entfernt“, erklärt Hans-Adolf Bilzhause, GMSH-Geschäftsführer. Auf der Basis von Bestandsunterlagen und Fotos konnte die Farbe aus der Entstehungszeit neu interpretiert werden. Anstelle der gemalten Holzvertäfelung im Sitzungssaal wurde eine echte Holzvertäfelung, die gleichzeitig als Akustikelement dient, angebracht. Ebenso wurden die später eingebauten Dachgauben durch historische Dreiecksgauben ersetzt. Die Dachräume, in denen sich einst Büros befanden, werden aus Brandschutzgründen künftig leer bleiben. Auch wurden die Dachflächen neu geschalt, mit klassischen Schieferplatten eingedeckt und die Kunststofffenster durch zweiflügelige Holzfenster ausgetauscht. „Ein wunderbares Ergebnis und gelungenes Werk“, lobte Bürgermeister Peter Todeskino.

 Auch Jens Broder Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal zeigte sich begeistert von dem sanierten Haus, das nun ein frisches und freundliches Arbeitsklima ausstrahle. Dem beruflichen Nachwuchs sei heute bei der Arbeit ein attraktives Umfeld wichtig. Er riet deshalb, der äußeren nun „eine innere, personelle Erneuerung und selbstbewusste Eigenwerbung folgen zu lassen“.

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