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Jugend überraschte Politiker mit Visionen

Kiel Jugend überraschte Politiker mit Visionen

Von wegen Sommerpause: Im Plenarsaal des Landtags ging es am Donnerstag gleich um eine Vielzahl von gewichtigen politischen Visionen. Die Bandbreite des zweiten deutsch-dänischen Jugendparlaments reichte vom Ausbau grenzüberschreitender Infrastruktur bis hin zu Fragen der Ökologie.

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Marie Schwarzkopf ist eine der Teilnehmer im Projekt Jung zusammen, das in diesem Jahr in die zweite Runde ging.

Quelle: Frank Peter

Kiel. 56 junge Frauen und Männer aus beiden Ländern hatten die Ideen seit dem 19. Juli zusammen entwickelt. Für das Projekt Jung zusammen trafen sie sich zunächst in der Nordsee-Akademie in Leck, dann in der Højskolen Østersøen in Aabenraa. Zum Abschluss stellten sie ihre Ergebnisse am Donnerstag Politikern aus Schleswig-Holstein und Dänemark vor.

 Die 34 dänischen und 22 deutschen Teilnehmer, alle zwischen 18 und 25 Jahren alt, haben auch einen Appell zur aktuellen Flüchtlingsdebatte erarbeitet. „Darin spricht sich die Jugend beider Länder dafür aus, die Sprache von Zuwanderern als Bereicherung der kulturellen Vielfalt zu betrachten“, fasst die 18-jährige Schülerin Marie Schwarzkopf aus Flensburg zusammen.

 Dem Jugendprojekt liegt dieselbe Idee zugrunde, die die dänischen Højskoler prägt: „Die Bildung auf der einen, das Zusammenkommen und sich austauschen auf der anderen Seite“, erläutert Projektleiter Merlin Christophersen vom Dänischen Grenzverein (Grænseforeningen). „Beide Aspekte sind gleich wichtig.“

 Angereist nach Kiel war auch die Vorsitzende des Grænseforeningen, Mette Bock, zugleich Abgeordnete für die Liberal Alliance im dänischen Folketing. „Es ist so wichtig, dass diese Veranstaltung im Parlament stattfindet“, sagte sie. „Unsere Debatten sind oftmals erwartbar, umso wichtiger ist es, dass die Jugend uns Politiker überrascht.“

 Auch der kommissarische Landesbeauftragte für politische Bildung, Heiko Vosgerau, freute sich über die frischen Impulse: „Die Sensibilität im Land für die Grenzregion wächst“, sagte er mit Blick auf die vier anwesenden Landtagsabgeordneten. „Der nördliche Landesteil ist stark nach Dänemark ausgerichtet, so wie sich der Süden an Hamburg orientiert.“

 Einige der Anregungen aus dem vergangenen Jahr wurden bereits aufgegriffen: Der Folketing etwa will es Professoren erleichtern, auf beiden Seiten der Grenze tätig zu sein. In der Kommune Tondern wurde das Schulangebot an Deutschkursen ausgeweitet. Und einige Teilnehmer arbeiten am Aufbau einer deutsch-dänischen Jugendorganisation.

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Ein Artikel von
Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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