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Kleckerbeton ruiniert parkende Autos

Kiel Kleckerbeton ruiniert parkende Autos

Sven Weber (Name geändert) ist sauer. Der Anwohner der Kieler Falckstraße ärgert sich über die Arbeiten am neuen Quartier „Alte Feuerwache“. Mehrmals seien von der Großbaustelle Beton-Klumpen auf die beiden Autos der Familie gekleckert. Diese haben den Lack der Fahrzeuge auf den angemieteten Stellplätzen beschädigt und Schäden von jeweils mehreren Tausend Euro hinterlassen.

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Auf dem Auto von Sven Weber (Name geändert) sind immer wieder Betonkleckse von schwebenden Betonkübeln gelandet. Die Schäden lagen zweimal bei mehreren Tausend Euro.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Wegwischen ließen sich die körnigen Kleckse nämlich nicht so einfach. „Dann werden die Schäden am Lack nur größer“, sagt der Kieler Unternehmer.

 Der Grund für die Kleckse: Die Arbeiter auf der Baustelle hieven tonnenschwere Betonkübel mit drei Kränen in die Höhe, um in den oberen Stockwerken des Neubaus die Wände und Decken zu gießen. Dabei kann es immer wieder passieren, dass flüssiger Beton hinabtropft. „Eigentlich sind die Männer auf dem Kran angewiesen worden, mit den Kübeln nicht über die angrenzenden Grundstücke zu schwenken“, sagt Weber. Dies habe man dem Vermieter vor Beginn der Bauarbeiten auch schriftlich zugesichert. „Und trotzdem muss der Beton auf den Fahrzeugen ja irgendwo herkommen.“

 Matthias Reuner, Leiter der Projektgesellschaft Alte Feuerwache, kennt das Problem mit dem Kleckerbeton und bedauert als Vertreter der Bauherren den Vorfall. Das sei natürlich keine Absicht. Vermutlich habe der starke Wind einzelne Betonkleckse meterweit von der Baustelle weggeweht. Schließlich seien die Betonkübel mit den Kränen in großen Höhen unterwegs. Der erste Vorfall sei von der Versicherung der beteiligten Bauunternehmen bereits beglichen worden und auch die Schäden am zweiten Auto werden in diesen Tagen bezahlt. „Die Kostenübernahmemeldung ist raus“, sagte Reuner auf Anfrage. Der Betroffene könne sein Auto jetzt reparieren lassen sowie die Rechnung einreichen, heißt es in einem Schreiben der Projektgesellschaft.

 Auf dem Gelände Alte Feuerwache sollen bis Mitte kommenden Jahres 68 Eigentumswohnungen, 50 Studenten-Apartments und sechs Stadthäuser entstehen. Ein Großteil der Wohnungen sei bereits verkauft.

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Ein Artikel von
Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH

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